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  • Jesaja 41,13

    „Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen.“

    Lass zu, dass Gott dich erfüllt. Der Herr  ist hier und jetzt bei dir. Er tut alles für dich, er stärkt dich. Wenn du daran glaubst, musst du dich nie fürchten.

  • 1. Petrus 3,15-17

     

     

    "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen. Dann werden die, die euch beschimpfen, weil ihr in Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen. Es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse."

     

    Wissen deine Mitschüler, Kommilitonen oder Arbeitskollegen, dass du Christ bist? Wenn ja, dann musstest du dich deswegen, sicherlich schon mal rechtfertigen.

    Manchmal werden einem Fragen zum Glauben gestellt, doch nicht immer sind diese ernst gemeint. Viele Fragen sind provokativ und dienen nur dem Zweck, uns und die Kirche anzugreifen. Doch ich glaube, dass hinter den meisten provokativen Fragen, eine Verunsicherung steckt.

    Diese Bibelstelle drückt es gut aus: „…der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt…“. Ich glaube, dass auch provokative Fragen, ein (vielleicht sogar unbewusster) Versuch sein können, zu verstehen, was uns erfüllt.

    Deswegen dürfen wir nicht aufgeben und müssen unsere christliche Pflicht erfüllen und unsere Hoffnung mit anderen teilen, denn Hoffnung ist genug für alle da. Wir müssen wahrhaftig missionieren. Alleine und in der Gemeinschaft. Und wenn wir leiden, wie die alten Apostel, die für unseren Glauben starben, dann leiden wir für eine gute Sache.

    Wir müssen die Apostel von heute sein!

    Vertrete ich meinen Glauben überall?

    Schäme ich mich manchmal Christ zu sein?

    Vergiss nicht: „…aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt

                                 ein reines Gewissen. Dann werden die, die euch beschimpfen,

                                 weil ihr in Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen

                                 ihrer  Verleumdungen schämen müssen. 

     

     

  • Psalm 99, 6-8

     "Mose und Aaron sind unter seinen Priestern,  Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; sie riefen zum Herrn und er hat sie erhört. Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; seine Gebote hielten sie, die Satzung, die er ihnen gab. Herr, unser Gott, du hast sie erhört; du warst ihnen ein verzeihender Gott, aber du hast ihre Frevel vergolten." 

     

    Gott ist liebend, barmherzig, verzeihend, kämpferisch ... All diese Adjektive werden Gott zugeschrieben. Was uns dieser Psalm allerdings veranschaulicht, ist, dass unser Gott vor allem ein HÖRENDER Gott ist. 

    Hier wird gezeigt, dass Samuel seinen Namen ruft, dass "sie zum Herrn [riefen] und er sie [erhört] hat". Es ist nicht wichtig, was genau wer gerufen hat ... in diesem Psalm möchte der Verfasser Gott loben und zeigen, dass Gott ein hörender Gott ist: 

    "Herr, unser Gott, du hast sie erhört!" 

    Gott erhört nicht nur die großen Propheten, Könige und Anführer. Er hört auch uns ... in unseren täglichen Gebeten, in unserem Lobpreis, in der Musik ... das Schöne an Gott ist, dass er all das HÖRT ... und noch mehr, er hört nicht nur, er ERHÖRT. 

    Das nächste Mal, wenn du betest oder singst oder spielst, dann denk daran, dass Gott genau jetzt in diesem Augenblick genau dich ERHÖRT. 

     

     
  • 2. Korinther 2,5

     

     
    „Wenn aber einer Betrübnis verursacht hat, hat er nicht mich betrübt, sondern mehr oder weniger – um nicht zu übertreiben – euch alle (…). Jetzt sollt ihr lieber verzeihen und trösten, damit der Mann nicht von allzu großer Traurigkeit überwältigt wird. Darum bitte ich euch, ihm gegenüber Liebe walten zu lassen.“

    Wir sollen „ Liebe walten lassen “, dies ist jedoch einfacher gesagt als getan. Wie oft wollen oder können wir nicht verzeihen? Es gibt Dinge die sind schnell vergessen - „Nichts passiert“, „Kein Problem“, „Nic sie nie stalo“. Doch gibt es eben jene Dinge, die wir alleine nicht verzeihen können. Und hier brauchen wir Gottes Hilfe. Er gibt uns Kraft, zu verzeihen.

    Wir verzeihen anderen, damit uns selbst verziehen wird. Ist dies der richtige Ansporn? Sollten wir nicht aus Nächstenliebe verzeihen? Wie schon gesagt, ist es schwer und scheint manchmal unmöglich zu verzeihen; man muss deswegen aber nicht gleich die Hoffnung verlieren. Manche Wunden brauchen Zeit zum verheilen, doch jede Wunde heilt in Gottes Liebe. Und hier liegt eine wunderschöne Weisheit: "Gott vergibt nicht nur, er vergisst."

    Wir alle kennen den Spruch „Vergeben und vergessen.“. Doch der Mensch kann nicht vergessen. Ja, er kann vergeben, aber nicht immer vergessen. Doch Gott kann vergessen. Wenn wir bereuen und vor Jesus um Vergebung bitten, dann sieht uns der Herr nicht mit anderen Augen als zuvor. Seine Liebe überschattet all unsere Verfehlungen und Sünden.

    Unser Hl. Johannes Paul II. ist uns hier ein großes Vorbild. Er hat seinem Attentäter so sehr verziehen wie ein Mensch nur verzeihen kann. ohannes Paul II. besuchte den Menschen, der ihn umbringen wollte und er tröstete ihn, gab ihm Hoffnung. Er tat was der Apostel Paulus in dieser Bibelstelle sagt: „Jetzt sollt ihr lieber verzeihen und trösten“.

    ... Wem habe ich noch nicht verziehen/ verzeihen können?

    ... Versuche ich zu verzeihen?

    ... Verzeihe ich aus und in Gottes Liebe?

    ... Wie kann ich verzeihen und trösten?

  • Matthäus 19,13

     

    Quelle: fotolia.de

     

     "Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete."

    In der heutigen Welt sind Kinder schon lange kein Segen mehr, kein Geschenk Gottes ... kein Wunder. 

    Meist werden Kinder mit hohen Geldausgaben, Zeitaufwand, beendeten Karrieren, Frauenfeindlichkeit und anderen schlimmen Dingen assoziiert. 

    Jesus betonte, dass wir wie Kinder werden müssen, um ins Himmelreich Gottes zu kommen - lasst uns nicht nur gegen die Abtreibung kämpfen, sondern auch dafür beten, dass die Kinder dieser Welt geliebt werden - von Herzen. 

  • Psalm 130,6

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    „Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen..“
     
     
    Mehr als die Wächter auf den Morgen… Der Wächter wartet nicht nur auf den Morgen, er sehnt sich nach ihm.
    Die Dunkelheit wird für ihn zum Feind. Er muss wachsam und geduldig sein, darf nicht schlafen.
    Und genauso sollen wir wachsam und ausdauernd sein. Manchmal scheint es unmöglich wach zu bleiben.
    Wir sind am Ende, haben keine Kraft. Doch auch dann dürstet unsere Seele nach Gott.
    Es ist eine Art Instinkt Wir dürfen nie aufhören Gott zu suchen.
    Und jede noch so leidende Seele die wartet, wird von Gott gerettet. 
  • Joh 8, 1-11

     
    "Jesus aber ging zum Ölberg.Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitteund sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!"
     
     
    Ich glaube jeder hat schon einige Fehler in seinem Leben gemacht. Ich habe auch Fehler gemacht die ich jetzt bereue. Manchmal sündigen wir bewusst manchmal unbewusst.
    Oft werden uns die Folgen erst später klar, wie sehr wir andere verletzen können. Menschen von denen wir eigentlich denken, dass sie uns Nahe stehen sind enttäuscht von uns. Ich war enttäuscht von mir selbst.
     
    Ich weiss nicht ob ihr schon die Erfahrung gemacht habt doch wenn ich einen Fehler mache, werde ich oft sofort kritisiert, von Freunden, Eltern und Geschwistern verurteilt und bin im Mittelpunkt ihres Zorns und ihrer Enttäuschung... das kann echt sehr verletzend sein. Dann fühle Ich mich hilflos und allein.
    Doch Jesus ist anders. Er kennt unsere Schwaechen, er liebt uns so wie wir sind. Jesus gibt uns immer eine zweite Chance und hilft uns auf wenn wir gefallen sind!
    Er verurteilt uns NICHT! Doch bin ich mir dessen bewusst, dass ich jederzeit zu Ihm kommen kann? Bin ich ehrlich mit mir selbst und sehe, dass ich nicht perfekt bin und Fehler mache? Bin ich dankbar für Jesus' Barmherzigkeit? Wann immer ich falle Jesus hilft mir auf - doch was mache ich mit der zweiten Chancem die mir Jesus gibt? Möchte ich mich WIRKLICH zum Besseren ändern?

     

     
  • Hiob 36, 15 ff.

     

    "Den Geplagten rettet Gott durch seine Plage und öffnet durch Bedrängnis sein Ohr. Auch dich entreißt er dem Rachen der Bedrängnis (…). Wird dein Schreien aus der Not dich führen und alle Anstrengungen voll Kraft? (…). Hüte dich und wende dich nicht zum Bösen! Denn darum wirst du durch Leid geprüft."

    Jesus hat es uns vorgemacht. So wie unser Herr Jesus, haben auch wir unser Kreuz zu tragen.

    Jesus Christus hat das Leid der Welt getragen, er hat es ERTRAGEN. Jesus hat das Kreuz für uns getragen. Unser Kreuz ist eine Probe, um herauszufinden, ob wir es tragen können. Können wir aber nicht. Zumindest nicht alleine.

    „Leid kann das Sprungbrett sein, um sich in die Arme Gottes zu werfen.“ (YOUCAT)

    Das trifft es ziemlich genau. Manchmal macht man ein glückliches Gesicht, obwohl man am liebsten weinen würde. Jeder geht anders mit seinem Leid um. Es ist nur wichtig, dass man sich seiner Probleme bewusst wird und sie annimmt. Und lernt mit ihnen umzugehen. Wenn man nicht weiß, wie, muss man sich Hilfe holen. Ein vertrauliches Gespräch mit einem Freund, einem Pfarrer, mit den Eltern,…. Doch das Wichtigste ist, sich an Gott zu klammern und ihn nie loszulassen! Egal wie stark die Strömung falscher Gedanken und Emotionen auch ist.

  • Lukas 3, 21

    "Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden."

    Dies ist eine sehr interessante Bibelstelle. Wir erkennen die Dreifaltigkeit Gottes:

    Gott Vater, den Allmächtigen, als Stimme.

    Jesus Christus, unseren Erlöser, als Mensch auf der Erde.

    Und den Heiligen Geist, unsere Erleuchtung, in Gestalt der Taube.

    Doch ist nicht ebenso Jesus wie auch der Heilige Geist allmächtig? Und sind nicht Gott als auch der Heilige Geist unsere Erlöser? Und doch können wir voneinander unterscheiden, was nicht zu trennen ist. Der Vater ist nicht der Sohn, der Sohn nicht der Heilige Geist und der Heilige Geist nicht der Vater. Und doch ist Vater, Sohn und Heilige Geist der EINE Gott.

    Das ist das größte Geheimnis des christlichen Glaubens. Wir sind nicht in der Lage zu verstehen. Wir müssen wiedereinmal blind vertrauen. Wir dürfen blind vertrauen.

    Bischof Augustinus von Hippo versuchte auszudrücken, was nicht in Worte zu fassen ist: „Liebe braucht ein Gegenüber. Gott ist der Ursprung, die Quelle der Liebe. Gott musste sich kein Gegenüber erschaffen, da er von Anbeginn der Zeit, sein eigenes Gegenüber ist“.

    .... Glaube ich an den EINEN dreifaltigen Gott?

    .... Vertraue ich, da ich nicht verstehen kann?

    .... Wie kann ich den christlichen Glauben als Monotheismus verteidigen? Kann ich das logisch oder nur religiös?

       

     


  • Maleachi 3,15-18

     

    "Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe  und kommen doch straflos davon. - Darüber redeten die miteinander,  die den Herrn fürchten. Der Herr horchte auf und hörte hin und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält,  die den Herrn fürchten und seinen Namen achten.Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe / spricht der Herr der Heere -, mein besonderes Eigentum sein. Ich werde gut zu ihnen sein,  wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient. Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen  zwischen dem Gerechten und dem, der Unrecht tut, zwischen dem, der Gott dient,  und dem, der ihm nicht dient."

    Wer kennt sie nicht, die Situationen in denen Menschen uns oder unseren nächsten Unrecht tun und dafür noch belohnt werden und ungestraft davon kommen? In solchen Momenten möchte man wirklich verzweifeln und erwischt sich nicht selten dabei auch an Gott und dem Sinn des ganzen zu zweifeln und zu hadern.
    Deshalb ist diese Lesung geradezu ein Trost, wie Balsam für die geschundene Seele, für all die Ungerechtigkeit welche uns und unseren nächsten widerwährt.

    Der Herr spendet uns Trost, er verspricht uns an dieser Stelle, dass er all die Situationen, all die Ungerechtigkeit sieht und sie in Erinnerung behält.

    Doch bin ich immer der Gute? Bin ich immer der Gerechte, der Gott fürchtet?
    In welchen Situationen meines Lebens muss ich mir eingestehen doch ein Frevler zu sein? Wo und wann bin ich überheblich?
    Gebe Gott nun die Situationen ab….

    Wie geht es mir dabei wenn ich höre, dass ich ,ich ganz persönlich Gottes Eigentum bin und das nicht irgendeins, sondern sein Besonderes?

    Was kann mir helfen, bereits jetzt den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten zu sehen? Kann ich das aus eigener Kraft?

    Lass all diese Fragen in dir wirken und bitte den Heiligen Geist um Kraft und Weisheit zur Unterscheidung der Geister.
    Sprich zu Gott mit deinen eigenen Worten, höre auf dein Herz!

  • Lk 18, 41-43

    41 "Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können. 42 Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. 43 Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott."

     

     

     

    In dieser Bibelstelle wird ein Wunder dargestellt - ein Blinder fängt wieder zu sehen an.

    Doch sind wir Menschen, die eigentlich sehen können, nicht auch manchmal blind?

    Übersehen wir Dinge, die wir nicht übersehen sollten?

     

    Deswegen frage ich dich:

     

    • Wann hast du zuletzt Unheil gesehen und hast dich dagegen widersetzt?
    • Sprichst du deine Mitmenschen an, wenn du merkst, dass sie sich anders verhalten als gewöhnlich?
    • Kannst du dich auch über Kleinigkeiten freuen? Bist du überhaupt in der Lage, Kleinigkeiten zu erkennen?
    • Siehst du Gottes Wirken in deinem Leben?

     

     

    Als Christen ist es unsere Aufgabe, aufmerksam in unseren Leben zu sein. Wir sollten dazu in der Lage sein, Schlechtes mit Gutem zu bekämpfen.

     

    Ist das denn so einfach? - Es ist definitiv möglich.

    Wie ist es denn umsetzbar? - Indem wir uns ein Beispiel nehmen an dem Blinden und Gott einfach um Hilfe bitten. Denn nur mit Seiner Hilfe können wir die Welt verändern.

     

     

  • Sprüche 22,1

     

    "Guter Ruf ist kostbarer als großer Reichtum, hohes Ansehen besser als Silber und Gold."

    Ein guter Ruf ist eine wertvolle Sache, wenn man ihn einmal verloren hat, dann ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, ihn wiederzubekommen. 

    Wieso es für uns Christen so wichtig ist, einen guten Ruf zu haben? Zum Einen sollen wir in erster Linie nicht mit Worten evangelisieren, sondern mit Taten. Unser Handeln und unser Leben soll Zeugnis für Christus ablegen. Zum Anderen kann man nicht von Gott erzählen und behaupten, Christ zu sein, wenn man nach außen hin etwas ganz anderes ausstrahlt. 

    Viele Leute ruinieren ihren Ruf durch Unehrlichkeit; ein unehrliches Wort oder eine unehrliche Tat können tatsächlich mehr zerstören als man denkt. Eine Unehrlichkeit kann einen zum Heuchler machen. Eine Unehrlichkeit kann unsere christliche Integrität zerstören. Eine Unehrlichkeit kann dazu führen, dass ein Mensch weniger bekehrt wird... 

     

  • Jesus Sirach 35, 26

    Wer von uns kennt das denn schon nicht? Die Zeit der Dürre. Die Zeit, in der man sich zum Beten einfach nicht zusammenrauffen kann, jede Messe an einem vorbeifliegt, als würde man gerade Werbung im Fernsehen anschauen und auf der Bibel sich schon fast eine Staubschicht bildet. 

    Und das Ganze zieht sich dann noch wie ein Teufelskreislauf ... Umso seltener ich bete und Gott nahe bin, umso weniger Sehnsucht habe ich nach einer Begegnung, umso schwieriger ist es für mich, vor Gott zu stehen und mit ihm zu reden. 

    Wenn auch Du solche Phasen hast, in denen einfach nichts geht, dann ruf Dir dieses Bibelzitat ins Gedächtnis: 

    "Köstlich ist das Erbarmen des Herrn in der Zeit der Not, wie die Regenwolke in der Zeit der Dürre." 

  • Lukas 21, 5-19

    In jener Zeit als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da- Lauft ihnen nicht nach!Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

    Hier ist die Rede von  Zeichen welche uns auf das Ende hinweisen werden, welche Zeichen sehe ich in meinem Alltag?

    Wie kann ich merken ob es Zeichen von Gott sind?

    Was gibt mir darin Orientierung und die Fähigkeit die Zeichen von Gott und die welche mich in die Irre führen  zu unterscheiden?

    Kein Stein bleibt auf dem anderen…  gibt es auch in meinem Leben Situationen und Erlebnise welche mich aus der Bahn werfen?  Was ist es?

    Kann ich dennoch daran glauben das Gott es gut mit uns meint und uns in alldem nicht allein lässt?

    Euch wird kein Haar gekrümmt werden….. was genau bedeutet das für mich?


    Kann es sein dass Gott  uns in dieser Aussage verspricht gerade in den so schwierigen Zeiten und Situationen für uns da zu sein und uns gerade durch diese etwas sagen möchte?


    Trotz all dem was uns auf Erden wiederfahren mag- wird uns dennoch nichts passieren, weil wir SEINE geliebten Kinder sind und niemand und nichts etwas daran ändern kann.

    Spreche mit Jesus über all dies und beende die Gebetszeit mit einem Vater Unser.

  • Offenbarung 7, 14-17

    "14 Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. […] 16 Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. 17 Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen."

     

     

     

    An wen wenden sich die in weißen Gewändern, die Bedrängten und Leidenden?

    Sie vertrauen auf den Einzigen, der sie retten kann, sie halten an Gott fest und waschen ihre Gewänder rein. Sie müssen keine Angst mehr haben, denn der Herr schützt sie vor Gefahr und wischt ihre Tränen weg.

    An wen wende ich mich mit meinen Problemen?  

     

  • Roemer 2, 12-16

    "Alle, die sündigten, ohne das Gesetz zu haben, werden auch ohne das Gesetz zugrunde gehen und alle, die unter dem Gesetz sündigten, werden durch das Gesetz gerichtet werden. Nicht die sind vor Gott gerecht, die das Gesetz hören, sondern er wird die für gerecht erklären, die das Gesetz tun. Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich - an jenem Tag, an dem Gott, wie ich es in meinem Evangelium verkündige, das, was im Menschen verborgen ist, durch Jesus Christus richten wird." 

     

    "Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben ist" schreibt Paulus in seinem Brief an die Römer. Dieser Satz ist inhaltlich so reich, dass man ihn im Kontext vielleicht mehrmal lesen muss... 

    Nimm dir ruhig Zeit, diese Stelle öfter zu lesen und selbst über ihre Bedeutung nachzudenken! 

    Paulus spricht oft vom "Gesetz". Was aber ist das Gesetz? Hier steht das Gesetz ganz einfach für die Lehre Jesu, für die Wahrheit über Gott und die Offenbarung Gottes. Was Paulus hier also sagen möchte, ist, dass am Ende vor Gott derjenige gerecht ist, der das Gesetz gelebt hat - egal ob bewusst oder unbewusst. Wenn also ein Atheist inuitiv das Richtige tut und voller Nächstenliebe lebt, dann "tut er das Gesetz ohne das Gesetz zu kennen". Wenn aber ein Christ, der jeden Sonntag in die Kirche geht und in der Bibel liest - somit also das Gesetz kennt - die Lehre Gottes nicht praktiziert, so ist er ungerechter als der Atheist. 

    Die zweite Erkenntnis, die der oben genannte Satz mit sich bringt, ist die, dass die "Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben" sind. Was das bedeutet? Jeder Mensch, jedes Kind Gottes, bekam von Gott bereits eine Sehnsucht nach Liebe und die Erkenntnis über Gut und Böse ins Herz geschrieben. Wenn wir also das nächste Mal unsicher sind, ob etwas gut oder schlecht ist, brauchen wir nur auf unser Gewissen zu hören, denn es kommt von Gott. 

  • Matthaeus 18, 21-22

    "21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? 22 Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal."

     

    Oft in unseren Leben tun wir Anderen Unrecht an, oft wird auch uns Unrecht angetan - nicht ganz so oft bitten wir für dieses Unrecht um Vergeben oder werden selbst um Vergebung gebeten. Dennoch fällt es uns oft sehr schwer jemandem wirklich zu verzeihen. Auch wenn wir manchmal behaupten, verziehen zu haben, heißt das nicht, dass wir es tatsächlich getan haben. 

    Hast du schon einmal behauptet, dass etwas "okay" sei, obwohl es das ganz und gar nicht war? Hast du schon einmal "vergeben", aber warst dennoch wütend, sauer und enttäuscht? Ein bekanntest Sprichwort besagt, dass Vergeben nicht das gleiche wie Vergessen ist. Das nicht, aber wer wirklich vergibt, hegt keine Wut oder Frustration mehr. Wer vergibt bleibt nicht dennoch distanziert und kalt. Wer vergibt, der sagt: "Ich vergebe dir, dass du nicht Gott bist, dass du nicht perfekt bist und Fehler machst und mich verletzt hast, weil ich weiß, dass ich genauso bin." 

    Nächstes Mal, wenn dich jemand um Verzeihung bittest, dann denk daran, dass Jesus am Kreuz hing - gedemütigt, geschlagen, gefoltert und bespuckt - und uns allen vergeben hat, von Herzen ... 

     
  • Lukas 18, 9-14

    "9 Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel: 10 Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. 13 Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden."


    Das ist eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel. Denn dieser Abschnitt passt so oft zu unserem Leben. Vorallem zu uns Jugendlichen in der Schule, Uni oder Arbeit...


    Wie oft sind wir die Pharisäer ganz vorne in der Kirche? Wie oft denken wir, dass wir besser sind, weil wir die Einzigen in unserem Freundeskreis und in der Schule sind, die zur Kirche gehen und an Gott glauben? Wir denken, dass wir Gott nicht so sehr brauchen wie die Anderen, weil wir nicht so sündigen. Wenn du oft solche Gedanken hast sag ich dir nur eins: Du musst sofort aufhören so zu denken. Es ist wichtig sich es in den Kopf zu rufen, dass wir alle Sünder sind, dass wir alle schwach sind und fallen. Und dass wir alle Gottes Gnade brauchen!


    Wir alle müssen uns eingestehen, dass wir schwach sind, deswegen ist die Beichte so wichtig für uns. Wir sollten so oft wie möglich zur Beichte gehen und unseren inneren Stolz bekämpfen und zerstören. 
    Wenn wir denken, wir brauchen Gott nicht so sehr wie die Anderen, begehen wir eine noch größere Sünde. Wir müssen uns Gott unterstellen, um eine gesunde Beziehung mit ihm haben zu können. An Gott zu glauben ist eine Sache, eine persönliche Beziehung mit ihm/Jesus zu haben eine andere.

    Wie können wir das umsetzen? Lasst uns wie Jesus sein! Nicht selbstverliebt und arrogant, sondern barmherzig, vergebend und bescheiden. Lasst uns anderen helfen! Wenn du in einer Situation bist, in der du nicht weisst, was du machen sollst, frag dich selbst:  was würde Jesus tun? Und wir werden Gottes Liebe spüren. 

  • Lukas 19,1-10

    "1 Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. 2 Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. 3 Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. 4 Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. 5 Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. 6 Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. 7 Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. 8 Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. 9 Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist."

     

    Lies dir den Text einmal in Ruhe durch….

    Nun lese ihn noch einmal und setze anstelle von Zachäus deinen eigenen Namen ein…


    Was fühlst du jetzt? Fühlst du dich angesprochen? Bist auch du neugierig auf Jesus?
    Möchtest du das Er dich ansieht? Dich aus deinen Ängsten, deinem persönlichen Feigenbaum herausholt? Was sind deine Ängste? Wünschst du dir, dass Jesus bei dir einkehrt?


    Versuche mit Gott nun in Dialog zu treten, lade ihn zu dir ein, lass es zu, dass er dich anschaut und dich zu sich holt….

  • Lukas 12, 39-48

    "39 Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. 40 Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. 41 Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen? 42 Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? 43 Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! 44 Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. 45 Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, 46 dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. 47 Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. 48 Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen."

     

     

    Setze dich an einen ruhigen Ort und lese dir den Text aufmerksam durch…

    Der Text zeigt uns mehrere Optionen wie unser Leben aussehen könnte…

    Stelle dich mit offenen Herzen vor Gott und frage Ihn ob Er auch dich damit meint, beantworte dir die Frage womit du im Leben beschäftigt bist.
    Halte ich mich bereit für das Kommen des Herrn?
    Oder schiebe ich es nicht selten auf und verlasse mich darauf dass er ja sicher NICHT  JETZT kommen wird?
    Wie ist mein Vertrauen darauf dass der Herr wiederkommt?
    Kenne ich den Willen Gottes und handle ich danach?
    Wenn nicht was kann ich anders, besser machen?

    Beantworte in Vertrauen auf Gott und mit offenem Herzen auf diese Fragen und überlege dir was dir bereits in deinem Leben von Gott gegeben wurde…
    Was( oder wen) hat Gott dir im Leben anvertraut?

    Was kann ich von dem, was Gott mir gegeben und anvertraut hat an andere  Menschen weitergeben?

    Was denkst du könnte Gott von dir verlangen?  Was könnte er von dir erwarten? Scheu dich nicht ihn direkt danach zu fragen….

     

    Vertraue Gott dein Leben und all diese Fragen und Gedanken an und  schließe ab mit einem Gebet  welches deinem Herzen am nächsten ist. 

  • Lukas 5,1-11

    "1 Als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. 2 Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. 4 Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! 5 Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. 6 Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. 7 Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, sodass sie fast untergingen. 8 Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. 9 Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; 10 ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach."

     


    Jesus bittet Simon Petrus um einen kleinen Gefallen. Simon soll ein kleines bisschen vom Festland wegsegeln, damit Jesus, in Ruhe zu der Menschenmenge reden kann. Simon hatte bestimmt verschiedene Gedanken in dem Moment "Wer ist dieser Mann?" , "Warum fragt er genau mich?" 
    Jesus bittet uns ihm zu vertrauen, doch er möchte uns nicht direkt von unseren Sicherheiten (Festland) wegreisen, sondern uns eine Möglichkeit geben daran festzuhalten. Er weiß, dass wir kleine Schritte machen müssen, um ihm irgendwann voll und ganz vertrauen zu können.

    Welche Sicherheiten habe ich? Womit fülle ich mein Herz? Worin vertraue ich Gott voll und ganz? Welche Bereiche möchte ich lieber vor ihm verschlossen lassen?

    Nachdem Jesus zu ende geredet hat, bittet er Simon ins tiefe Wasser zu segeln. Simon Petrus ist einer der erfahrensten Fischern und weiß das um diese Uhrzeit keine Fische anbeißen. Simon vertraut Jesus trotzdem. Das ist genauso als ob Jesus uns bitten würde ihm alles zu geben, all unsere Ängste, Sorgen, Freuden... all unser Vertrauen. Bist du bereit ihm voll und ganz zu vertrauen?

    Als Simon Petrus Jesusvertraute, sah er was für ein Wunder Jesus vollbracht hat. Simon begriff, dass all seine Sorgen unnötig waren. Jesus weiß was wir denken und was unsere Probleme sind. ER KENNT UNS. Gott sieht wer wir sind und sein werden. Er sieht die volle Person in ihrer ganzen Fülle. Er hat GROSSE PLÄNE für uns. Simon Petrus wurde der erste Papst, doch in dem Moment wo Jesus zu ihm kam wusste er das noch nicht. 

    Was hält mich vom letzten Schritt zu Jesus auf? Stolz (Ich schaffe das alleine?) Angst, Mistrauen (Was wenn er mir alles wegnimmt?)? 
    Wo genau stehe ich gerade in meinem Weg zu Gott? Bin ich noch am Anfang, wo ich noch an meinem Sicherheiten festhalte? Oder gerade bei den ersten Versuchen mich abzustoßen und Gott meine Hand zu geben

  • Jesus Sirach 2, 1-6

     
    „Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, 
    dann mach dich auf Prüfung gefasst!
    Sei tapfer und stark, 
    zur Zeit der Heimsuchung überstürze nichts!
    Hänge am Herrn und weiche nicht ab,
    damit du am Ende erhöht wirst.
    Nimm alles an, was über dich kommen mag,
    halt aus in vielfacher Bedrängnis!
    Denn im Feuer wird das Gold geprüft
    Und jeder, der Gott gefällt,
    im Schmelzofen der Bedrängnis.
    Vertrau auf Gott, er wird dir helfen,
    hoffe auf ihn, er wird deine Wege ebnen.“


     Ja, in der Tat, dem Herrn zu dienen ist nicht einfach. Viele Schwierigkeiten müssen wir bewältigen und den bösen Versuchungen der Welt widerstehen. Schaffen wir das?
    Sind wir dazu in der Lage? Allein können wir das wohl nicht bewältigen. Wie die Bibelstelle schon sagt: „Hänge am Herrn“. 
    Wir müssen trotz oder sogar wegen aller Probleme an Gott festhalten.

     


    • Welche Prüfung muss ich im Moment bestehen? Was bedrängt mich? 
    • Vertraue ich Gott? Glaube ich, dass er meine Wege ebnet?

    Nun überlasse all deine Sorgen Gott und bitte Ihn um Kraft für die Prüfungen, die dir bevorstehen.
    „Sei tapfer und stark!“

  • Jesus Sirach 6, 5-17

    Die Freundschaft
    "Sanfte Rede erwirbt viele Freunde,
    freundliche Lippen sind willkommen.
    Viele seien es, die dich grüßen.
    dein Vertrauter aber sei nur einer aus tausend.
    Willst du einen Freund gewinnen,
    gewinne ihn durch Erprobung,
    schenk ihm nicht zu schnell dein Vertrauen!
    Mancher ist Freund je nach der Zeit,
    am Tag der Not hält er nicht stand.
    Mancher Freund wird zum Feind,
    unter Schmähungen deckt er den Streit mit dir auf.
    Mancher ist Freund als Gast am Tisch,
    am Tag des Unheils ist er nicht zu finden.
    In deinem Glück ist er eins mit dir,
    in deinem Unglück trennt er sich von dir.
    Trifft dich ein Unglück, wendet er sich gegen dich
    und hält sich vor dir verborgen.
    Von deinen Feinden halte dich fern,
    vor deinen Freuden sei auf der Hut!
    Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt;
    wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.
    Für einen treuen Freund gibt es keinen Preis,
    nichts wiegt seinen Wert auf.
    Das Leben ist geborgen bei einem treuen Freund,
    ihn findet, wer Gott fürchtet.
    Wer den Herrn fürchtet, hält rechte Freundschaft,
    wie er selbst, so ist auch sein Freund."

     

      

    Beim Lesen dieser jahrtausendealten Worte ist Dir mit Sicherheit aufgefallen, wie aktuell sie noch sind. Wahrscheinlich hast Du sie direkt mit Deinem Leben verglichen. Du hast Dich gefragt, wie Deine Freunde zu Dir sind. Ob Du gute Freunde hast, die immer für Dich da sind. Oder vielleicht hast Du Dich gefragt, wie schnell Du Anderen vertraust. Vertraust Du manchmal zu schnell?

     

    ...Aber hast Du Dir auch die Frage gestellt, was Du für ein Freund bist?

     

    • Willst Du das Beste für Deine Mitmenschen oder steht Dein Wohlbefinden im Vordergrund?
    • Versuchst Du, zu jeder Zeit und egal, wo Du gerade bist, für einen Freund da zu sein?
    • Kannst Du ein Geheimnis für Dich behalten? Erweckst Du den Eindruck einer vertrauenswürdigen Person?
    • Schützt Du Deinen Freund vor Gemeinheiten Anderer?

     

    Als Christen sollte uns bewusst sein, dass wir für das Wohlergehen unserer Mitmenschen mitverantwortlich sind. Wenn wir sehen, dass es jemandem schlecht geht, dürfen wir nicht wegschauen. Wir müssen handeln. Und jede Hilfe lohnt sich.

     

     

  • Gal 5, 13

    “Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe!”

     

     

    Habt ihr schon einmal den Film “Spiderman” gesehen? Zu Beginn des Filmes gibt es eine Szene in der der Großvater von Peter Parker, der Junge, der von einer Spinne gebissen und damit zu einem Superhelden wird, zu seinem Enkel sagt: “Aus großer Kraft folgt große Verantwortung”. Ich finde, dass dieser Spruch auch ziemlich gut das Bibelzitat aus dem Brief an die Galater zusammenfasst. Wir Menschen haben von Gott ein großes Geschenk, eine große Macht, erhalten: die Freiheit, unser freier Wille. Und mit dieser großen Macht, die wir haben, geht auch eine große Verantwortung einher. Dadurch, dass wir machen und sagen können, was wir wollen und Gott uns nicht davon abhalten kann, uns gegen ihn, gegen die Würde des Lebens oder gegen unsere Mitmenschen zu wenden, haben wir die große Verantwortung, jede unserer Entscheidungen noch genauer zu überdenken.

     

    Stell Dir also beim nächsten Mal, wenn Du eine Entscheidung trifft, die Frage, ob du in Liebe handelst und ob Du Deine Freiheit nicht missbrauchst, um die Freiheit anderer einzuschränken oder zu verletzten.

     

     

  • Koh 3, 1-11

    "1 Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: 2 eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, 3 eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, 4 eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; 5 eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, 6 eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, 7 eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, 8 eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden. 10 Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht. 11 Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte."

     

     

    - Lass die gelesenen Worte in dir wirken….

    - Nun überlege dir ob du dich in einer dieser beschriebenen Zeiten wiederfindest….welche Zeit spielt momentan in deinem Leben eine  Rolle?

    - Wie fühlt sich das an wenn wir da steht dass Gott dies alles auf vollkommene Weise getan hat? Was bedeutet das für dich?

    - Vertraust du darauf dass Gott auch in diese Zeit, in dein Leben die Ewigkeit hineingelegt hat?

     

    Versuche nun im stillen Gebet Gott für dein Leben zu danken, für Gottes Vollkommenheit auch in schwierigen Zeiten…

     

    Lasst uns  Gott unser Leben anvertrauen, in guten und schönen  wie auch  in bösen und schweren Zeiten!

  • Lukas 9, 57-61 (2)

    "57 Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 58 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. 60 Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen."

     

     

    Öffne dein Herz für Jesus. Jesus ist der Doktor deiner Seele, dein persönlicher Trainer zum Erreichen von echtem Glück, Freude und Heiligkeit. Echter Erfolg ist das Erfüllen von Gottes Plan in deinem Leben. Lasse dich auf Gott ein, lasse dich auf das Risiko ein, Gott zu folgen wenn du spürst dass er etwas von dir verlangt. Das können Dinge sein, wie anstatt vor dem PC oder Fernseher zu sitzen, zuhause zu helfen, oder früher von einer Party kommen um sonntags in der Messe ausgeschlafen zu sein. Jesus wird dich sicher führen wenn du ihn auf den ersten Platz in deinem Leben stellst. Leb nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft, lebe in der Gegenwart und folge Jesus.

  • Lukas 9, 57-61

    "57 Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 58 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. 60 Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen."

     

     

    Öffne dein Herz für Jesus. Jesus ist der Doktor deiner Seele, dein persönlicher Trainer zum Erreichen von echtem Glück, Freude und Heiligkeit. Echter Erfolg ist das Erfüllen von Gottes Plan in deinem Leben. Lasse dich auf Gott ein, lasse dich auf das Risiko ein, Gott zu folgen wenn du spürst dass er etwas von dir verlangt. Das können Dinge sein, wie anstatt vor dem PC oder Fernseher zu sitzen, zuhause zu helfen, oder früher von einer Party kommen um sonntags in der Messe ausgeschlafen zu sein. Jesus wird dich sicher führen wenn du ihn auf den ersten Platz in deinem Leben stellst. Leb nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft, lebe in der Gegenwart und folge Jesus.

  • Lukas 16, 1-13

    "In jener Zeit sagte Jesus zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
    Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
    Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich. Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
    Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib „fünfzig“. Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib „achtzig“.
    Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.
    Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?
    Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon."

     

    Zur Betrachtung:

    Zu Beginn der Gebetszeit wähle ich eine Haltung, die mir hilft, Gottes Gegenwart wahrzunehmen. Während des Gebetes versuche ich mich möglichst wenig zu bewegen, damit ich frei werde, wahrzunehmen, was sich in mir bewegt und wie das Wort Gottes mich in Bewegung bringt.

    macht euch Freunde

     

    Alle Dinge dieser Welt sind Geschenke Gottes, uns angeboten, damit wir ihn leichter erkennen und uns bereitwilliger liebend zurückgeben. Daraus folgt, dass wir alle Geschenke Gottes soweit schätzen und benutzen, als sie uns helfen, uns zu liebenden Menschen zu entwickeln. (EB 23)

    In kleinsten Dingen zuverlässig

     

    Aber wenn eine dieser Gaben Mittelpunkt unseres Lebens wird, ersetzt sie Gott und hindert unser Wachsen auf das Ziel hin. So müssen wir uns also im Alltagsleben angesichts dieser geschaffenen Gaben im Gleichgewicht halten … Wir sollen unser Verlangen nicht auf Gesundheit oder Krankheit fixieren, nicht auf Wohlstand oder Armut, Erfolg oder Versagen, ein langes Leben oder ein kurzes Leben. Denn alles hat in sich die Möglichkeit, in uns eine tiefere Antwort hervorzulocken für unser Leben in Gott. (EB 23)

    Entweder … oder …

     

    Unser einziges Verlangen und unsere einzige Wahl soll sein: ich möchte und wähle, was eher dahin führt, dass Gott sein Leben in mir vertiefen kann. (EB 23)

    Am Ende der Gebetszeit spreche ich mit Jesus wie mit einem Freund über alles, was mich während dieser Gebetszeit bewegt hat.

    Ich frage mich, ob ich bei ihm sein konnte oder ob mich Menschen und Dinge gefangen hielten – wo war ich, wen ich nicht beim Herrn war? Wo waren wir beieinander?

     

     

    Ziel unseres Lebens ist es, für immer mit Gott zu leben. Gott gab uns Leben, weil er uns liebt. Unsere eigene Antwort der Liebe ermöglicht es, dass Gottes Leben grenzenlos in uns hineinströmt. Alle Dinge dieser Welt sind Geschenke Gottes, uns angeboten, damit wir ihn leichter erkennen und uns bereitwilliger liebend zurückgeben.

    Daraus folgt, dass wir alle Geschenke Gottes soweit schätzen und benutzen, als sie uns helfen, uns zu liebenden Menschen zu entwickeln. Aber wenn eine dieser Gaben Mittelpunkt unseres Lebens wird, ersetzt sie Gott und hindert unser Wachsen auf das Ziel hin.

    So müssen wir uns also im Alltagsleben angesichts dieser geschaffenen Gaben im Gleichgewicht halten, insofern wir noch frei wählen können und nicht durch Verpflichtungen gebunden sind.

    Wir sollen unser Verlangen nicht auf Gesundheit oder Krankheit fixieren, nicht auf Wohlstand oder Armut, Erfolg oder Versagen, ein langes Leben oder ein kurzes Leben. Denn alles hat in sich die Möglichkeit, in uns eine tiefere Antwort hervorzulocken für unser Leben in Gott.

    Unser einziges Verlangen und unsere einzige Wahl soll sein: ich möchte und wähle, was eher dahin führt, dass Gott sein Leben in mir vertiefen kann.

     

    Ignatius von Loyola, Exerzitienbuch, 23 Prinzip und Fundament

     

    (Neufassung von David Fleming SJ)

  • Apostelgeschichte 5, 1-11e

    1 Ein Mann namens Hananias aber und seine Frau Saphira verkauften zusammen ein Grundstück, 2 und mit Einverständnis seiner Frau behielt er etwas von dem Erlös für sich. Er brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen. 3 Da sagte Petrus: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belügst und von dem Erlös des Grundstücks etwas für dich behältst? 4 Hätte es nicht dein Eigentum bleiben können und konntest du nicht auch nach dem Verkauf frei über den Erlös verfügen? Warum hast du in deinem Herzen beschlossen, so etwas  zu tun? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott. 5 Als Hananias diese Worte hörte, stürzte er zu Boden und starb. Und über alle, die es hörten, kam große Furcht. 6 Die jungen Männer standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. 7 Nach etwa drei Stunden kam seine Frau herein, ohne zu wissen, was geschehen war. 8 Petrus fragte sie: Sag mir, habt ihr das Grundstück für so viel verkauft? Sie antwortete: Ja, für so viel. 9 Da sagte Petrus zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn auf die Probe zu stellen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, stehen vor der Tür, auch dich wird man hinaustragen. 10 Im selben Augenblick brach sie vor seinen Füßen zusammen und starb. Die jungen Männer kamen herein, fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. 11 Da kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten.“

     

    Wie oft in unseren Leben kommt es vor, dass wir die Menschen betrügen und uns besser darstellen, als wir sind? Wie oft kommt es vor, dass wir gute Taten zurückhalten und uns für die wenigen guten Dinge, die wir vollbracht haben, rühmen?

    Auch Hananias und Saphira wollten vor den Aposteln gut dastehen und zur jungen Christengemeinde gehören. Sie verkauften ihr Hab und Gut, aber anstatt es, wie alle anderen der Gemeinschaft zu überlassen, wollten sie einen Teil für sich behalten. Sie betrogen ihre Mitchristen, die alle ihren ganzen Reichtum aufgeopfert hatten, aber noch viel schlimmer – sie betrogen den Heiligen Geist!

    Wieso sollte er also nicht sehen, wenn wir den größten Teil unseres Geldes für Unsinn ausgeben, anstatt den Armen, den Kranken oder den Hungernden zu helfen? Wieso sollte er nicht sehen, dass ich nur gerade so viel Gutes vollbringe, um mich nicht ganz so schlecht zu fühlen?

    Gottes Ansprüche sind so hoch! Für ihn ist Hass schon Mord und Begierde ist Ehebruch. Er sagt uns, dass wir uns lieber eine Hand abschneiden sollen, als mit ihr zu sündigen. Und wir denken noch immer, dass es reicht, nur „einen Teil unseres Reichtums“ zu verschenken, nur „einen Teil“ des Guten zu tun? 

     

    Wie sieht es bei mir aus? Betrüge auch ich den Heiligen Geist?

  • Lukas 15,1-32

    "In jener Zeit sagte kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet? Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte. Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt."

     

    Gedanken in den Alltag:

    Mahl mit den Sündern

    Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Immer wieder wird in den Evangelien davon erzählt, dass Jesus Aufsehen erregt, weil er mit Leuten [Tisch]gemeinschaft hat, die bei den Menschen drumherum mindestens Naserümpfen verursachen. Ich kann mir an diesem Wochenende einmal meine Gemeinde, meine Gemeinschaft ansehen, die Menschen, mit denen Jesus immer wieder Mahl hält. Ich schaue mir realistisch die Menschen an, die dort dabei sind. Jesus hält Mahl mit ihnen allen – und immer wieder auch mit dem Sünder, der ich bin.

     

    Zur Betrachtung:

    Am Beginn der Gebetszeit besinne ich mich auf Gottes Gegenwart. Gott ist immer da, gerade auch in Situationen, in denen ich mich verloren fühle. Ein Wort oder einer Geste mag mir helfen, seiner rettenden Gegenwart in mir Raum zu geben und ihrer bewusst zu werden.

     

    ... das Verlorene in mir

    Das verlorene Schaf, die verlorene Drachme sind auch Bilder für mich selbst. Auch in mir gibt es Teile, Aspekte, Wege, die verloren gehen, auf Abwege geraten, nicht mehr erreichbar sind…. Ich spüre diesen verlorenen Anteilen nach, ich spüre meinen Abwegen nach mit der Frage, wo sie mich hinführen

     

    ... dem Verlorenen nachgehen

    Ich betrachte die leidenschaftliche Suchbewegung, von der im Evangelium die Rede ist. Mit dieser Leidenschaft sucht Gott nach mir unermüdlich, bis er findet. Oder, wie Ignatius rät: „Erwägen, wie Gott sich in allen geschaffenen Dingen auf dem Angesicht der Erde für mich müht und arbeitet“ (EB 236). Ich bin diesem Gott unendlich wichtig. Er setzt unglaubliches ein, um mich zu finden und bei mir zu sein

    ...Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt

    Ich bin nicht nur in dieser Welt wichtig, mein Handeln hat Gewicht und Bedeutung im Himmel. Der Himmel freut sich, über mich ganz, wenn ich umkehre zum Leben. Eine unglaubliche Zusage, dass mir unbedeutendem und kleinen Menschen eine so große Beachtung geschenkt ist. Wo darf ich umkehren... 

     

    Am Ende der Gebetszeit führe ich ein Gespräch mit Jesus, der mir versichert, dass im Himmel Freude herrscht, weil/wenn ich mich Gott zuwende. Nach der Gebetszeit kann ich noch mal nachspüren: Wo war ich, wenn ich nicht beim Herrn war? Wo waren wir beieinander? Welches Wort, welcher Gedanke, welche Empfindung war besonders stark während des Gebetes.

     

     

    Quelle:

    www.edith-stein-exerzitienhaus.de  

  • Lukas 14, 25-33

     

    "In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, da wandte er sich an sie und sagte:
    Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
    Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
    Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet."

     

    ... wenn jemand zu mir kommt...

    Jesus spricht hier nicht nur zu den zwölf, sondern zu vielen Menschen  und zu mir. Er wendet sich um zu mir, sucht und fragt, ob ich Jüngerin/Jünger sein will, die Ihm mit Entschiedenheit nachfolgt  nicht partiell oder graduell, sondern ganz.

    Ich schaue mit meinem inneren Auge, wie Jesus sich mir zuwendet und höre seine Frage. Ich spüre, welche inneren Regungen und Bewegungen in meinem Herzen ausgelöst werden [Bereitschaft, Erschrecken, Angst, Widerstand....] was immer sich zeigen mag, ich sehe es an und lasse Jesus darauf schauen.

     

    ... JüngerInsein

    Nein, es geht nicht darum, geliebte Menschen zurückzuweisen, sondern: An wem orientiere ich mich, wer gibt mir Maßstab? Nachfolgen heißt: die Beziehung zu ihm obenan stellen.

    Nein, es geht auch nicht darum, gering zu achten, was meine Bedürfnisse sind oder was ich besitze. Aber: Was besitzt mich? Woran hänge ich so fest, dass mir der Blick auf Jesus verstellt wird, dass es mich an einem erfüllten Leben hindert?

    Gibt es einen Punkt, an dem Jesus mich einladen darf, freier zu werden für ihn, der das Leben ist?

     

    ... setztersichdannnichtzuersthinundüberlegt...
    Angesichts der vielen Menschen, die mit ihm laufen, macht Jesus

    klar, was Nachfolge bedeutet.

    Aber er lässt mich frei: Ich darf mich hinsetzten und überlegen. Es gibt ganz unterschiedliche Formen Christ zu sein  die enge Nachfolge Jesu ist eine. Was will ich  wozu lädt Jesus mich ein? 


    Quelle:

    www.edith-stein-exerzitienhaus.de 

  • Lukas 4, 16-30

    "16 So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, 17 reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: 18 Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19 und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. 20 Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.  22 Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redetete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? 23 Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! 24 Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. 25 Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. 26 Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. 27 Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. 28 Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. 29 Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, und wollten ihn herabstürzen. 30 Er aber schrtitt mitten durch die Menge hindurch und ging weg."

     

    Jesus zeigt uns hier, dass er der Herr ist, der Erlöser auf den wir gewartet haben. Doch wir sind wie die Einwohner. Wir hören ihm nicht zu, wir weisen ihn zurück und wollen nichts von ihm wissen. Doch Jesus kommt nicht und versucht unsere Herzen mit Macht oder Gewalt zu gewinnen. Er leidet, er dient und er stirbt für uns. Das müssen wir verstehen, um unsere Herzen überhaupt erst für Jesus öffnen zu können. Oft denken wir nur über unsere Probleme in der Schule, mit Freunden und in der Familie nach und vergessen oder wissen gar nicht, dass wir sie mit unserem Glauben verbinden können. Wir vergessen total, dass wir mit ihnen zu Jesus kommen können. Jesus ist unser bester Freund. Wir können ihn um Hilfe bitten und er wird uns auf jeden Fall helfen, Jesus ist unser Retter, wir müssen nur unser Herz für ihn öffnen, denn unsere Probleme sind seine Probleme!

     

     

  • Lukas 14, 7-14

    "7 Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen: 8 Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, 9 und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. 10 Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. 11 Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. 12 Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. 13 Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. 14 Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten."

     

    Auch die kleinen Entscheidungen – wie hier bei einer Einladung zum Essen – haben eine Bedeutung, wie dieser kleine Ausschnitt aus dem jüdischen Talmud beschreibt: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

     

    Eine kleine „Anleitung“ zum Gebet

    Für die Zeit des Gebetes, die ich mir jetzt nehme, lade ich Jesus bewusst zu mir ein. Er will bei mir, in meinem Leben zu Gast sein. Diese Zeit dürfen wir zusammen verbringen, alles andere darf jetzt in den Hintergrund treten. Ich versuche ganz für ihn da zu sein, ihm zuzuhören, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

    sich einen Platz aussuchen – einen Platz bekommen

    Ich versetze mich in die Szene hinein. Zuerst nehme ich die Bewegung auf, mir in einer Gesellschaft einen Platz auszusuchen. Welcher Platz passt für mich, wo gehöre ich hin, wie viel „Ehrenplatz“ steht mir zu, von wem will ich gesehen werden… Dann lasse ich mir zusagen: „Mein Freund / meine Freundin, rück weiter hinauf“ und ich spüre, wie es ist, wenn ein anderer mich anschaut und mir einen Platz anbietet… Ich spüre nach, was beide Szenen unterschiedlich in mir auslösen.

    Arme, Krüppel, Lahme, Blinde beim Mahl…

     

    Gott ist der große Gastgeber unseres Lebens. Von ihm bin ich eingeladen mit allem, was an mir ärmlich, verkrüppelt, blind… ist. Alles in mir hat Platz an seinem Tisch. Ich verweile bei dieser Einladung Gottes. Dann kann ich schauen, ob es in mir einen Impuls gibt, es ihm ähnlich zu tun und einladend zu sein für das Kleine, Geringe, Schwache, Kranke wo immer es mir begegnet.

    erhöhen – vergelten

    Jesus identifiziert, was uns oft zum Handeln antreibt: Die Frage danach, wie „hoch“ wir aufsteigen und die Frage, „was wir davon haben“. Kenne ich diese Motivationen für mein Handeln? Was wäre, wenn ich es Jesus überließe, was mein Weg mir „bringt“ und wie „hoch“ er mich führt? Am Schluss führe ich ein Gespräch mit Jesus, der den letzten Platz eingenommen hat, und mit dem Vater im Himmel, der eine Schwäche hat für die Kleinen und Erniedrigten.

     

    Jesus lehrt uns etwas sehr wichtiges in diesem Bibelabschnitt. Schöpfe Glück und gute Laune nicht daraus, dass du dich selbst erhöhen und andere erniedrigst. Sei selbstlos, zeig Demut und setz dich somit auf den hintersten Platz des Tisches. Sei froh, dass du anderen dienen und helfen kannst. Lass Macht, Wohlstand, Reichtum und Ruhm nicht dein Herz beeinflussen. Gott gibt dir echte Freude und Glück. Vergiss das nicht!

     

     

  • Psalm 139

    1 Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. 2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken. 3 Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen. 4 Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge- du, Herr, kennst es bereits. 5 Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich- 6 Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen. 7 Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht flüchten? 8 Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. 9 Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, 10 auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen. 11 Würde ich sagen: " Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben", 12 auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie ein Licht.- 13 Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. 14 Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. 15 Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen. 16 Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war. 17 Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl. 18 Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir. 19 Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten! Ihr blutgierigen Menschen, lasst ab von mir! 20 Sie reden über dich voll Tücke und missbrauchen deinen Namen. 21 Soll ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen, die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben? 22 Ich hasse sie mit glühendem Hass; auch mir sind sie zu Feinden geworden.- 23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne mein Denken! 24 Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg! 
     

    In diesem Psalm wird Gottes Allwissenheit und Allgegenwart im Blick auf den Menschen beschrieben und seine innige Beziehung zu ihm. Er kennt uns ganz genau und hat einen Plan für unser ganzes Leben und ist immer für uns da, wenn wir in Not sind. In diesem Gebet können wir uns bewusst machen, dass wir existieren, weil Gott es so will: Ich bin da, weil Gott mich über alles liebt. ER will es so.

    Stellen wir uns doch einmal die Frage wie UNSERE Beziehung zu Gott ist.
    Macht es mir vielleicht Angst, dass Gott alles über mich weiß ?
    Vertraue ich mein Leben Gott an und überlasse Ihm die Führung darüber, damit ich auf "ewigem Wege" geleitet werden kann?

  • Psalm 51

    Wenn du dich auf deine nächste Beichte vorbereitest, ist es wichtig,
    einen genauen Gewissensspiegel durchzuführen. Genauso wichtig ist
    aber, vor Gott persönlich im Gebet die eigene Schuld zu gestehen und
    um Vergebung und Neuschaffung zu bitten. Dies kannst du zum Beispiel
    mit Psalm 51 tun.

    „ 3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach
    deinem reichen Erbarmen!
    4 Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich
    rein von meiner Sünde!
    5 Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine
    Sünde steht mir immer vor Augen.
    6 Gegen dich allein habe ich
    gesündigt, ich habe getan, was dir missfällt. So behältst du recht mit
    deinem Urteil, rein stehst du da als Richter.
    7 Denn ich bin in Schuld
    geboren; in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. –
    8 Lauterer Sinn
    im Verborgenen gefällt dir, im Geheimen lehrst du mich Weisheit.
    9
    Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde
    ich weißer als Schnee.
    10 Sättige mich mit Entzücken und Freude!
    Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.
    11 Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden, tilge all meine Frevel!
    12 Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
    13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Gesicht nicht von mir!
    14 Mach mich wieder froh mit deinem Heil mit einem willigen Geist rüste mich aus! –
    15 Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege und die Sünder kehren um zu dir.
    16 Befreu mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.
    17 Herr,  öffne mir die Lippen und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.
    18 Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; an Brandopfern hast du kein Gefallen.
    19 Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. –
    20 In deiner Huld tu Gutes an Zion; bau die Mauern  Jerusalems wieder auf!
    21 Dann hast du Freude an rechten Opfern, an Brandopfern und Ganzopfern, dann opfert man Stiere auf deinem Altar.“
  • 1.Samuel 12,20-40

    20 Samuel erwiderte dem Volk: Fürchtet euch nicht! Ihr habt all
    dieses Böse getan; doch weicht (von nun an) nicht mehr von der
    Nachfolge des Herrn ab und dient dem Herrn mit ganzem Herzen! 21
    Weicht ja nicht ab und folgt nicht den nichtigen (Göttern), die nichts
    nützen und nicht retten können, weil sie nichtig sind. 22 Um seines
    großen Namens willen wird der Herr sein Volk nicht verstoßen;  denn er
    hat sich entschlossen, euch zu seinem Volk zu machen. 23 Auch ich
    weise es weit von mir, mich am Herrn zu versündigen, und höre deshalb
    nicht auf, für euch zu beten; ich werde euch den guten und geraden Weg
    weisen. 24 Nur fürchtet den Herrn und dient ihm treu und von ganzem
    Herzen! Denn ihr seht, welch große Dinge er an euch getan hat.“
     
    Wie oft kommen wir von unserem Weg ab? Was tust du, wenn du merkst,
    dass du das machst, was alle machen, und dadurch von Gott wegkommst?
    Manchmal merkt man nicht einmal, dass man auf dem falschen Weg ist und
    Gott aus seinem Leben ausschließt. Manche Ablenkungen und Sünden sind
    so verkleidet, dass man sie nicht auf den ersten Blick erkennt. Halt
    danach Ausschau, was sich die Sünde verkleidet.
    Vielleicht kann dir dieses Gebet für den Alltag helfen: „Herr, hilf
    mir jeden Tag neu, den Weg zu gehen, den du für mich ausgesucht. hast.
    Ich möchte mich von der Sünde abwenden und auf dich sehen. Leite meine
    Schritte auf deinem Weg.“
  • Röm 12,9.17-21

    „12 Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest
    am Guten! 17 Vergeltet niemals Böses mit Bösem! Seid allen Menschen
    gegenüber auf Gutes bedacht! 18 Soweit es euch möglich ist, haltet mit
    allen Menschen Frieden! 19 Rächt euch nicht selber, liebe Brüder,
    sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht:
    Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. 20
    Vielmehr: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst
    hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen
    auf sein Haupt. 21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege
    das Böse durch das Gute!“
     
    Wir alle versuchen immer wieder, unser schlechtes Verhalten zu
    entschuldigen. Welche Entschuldigungen hast du, wenn du jemandem nicht
    mit Liebe begegnest? Bringst du Entschuldigungen vor, um dein
    schlechtes Verhalten jetzt zu rechtfertigen? Wenn ja, was solltest du,
    statt Entschuldigungen und Ausreden zu finden, tun?
    Die Tatsache, dass wir uns zu entschuldigen versuchen, finden wir
    bereits im Garten Eden, als Adam und Eva von der verbotenen Frucht
    gegessen hatten. Aber egal, wie viele Entschuldigungen wir vorbringen,
    es gibt keine Entschuldigung dafür, dass wir es jemandem richtig
    reinwürgen wollten, jemanden lieblos behandelt haben oder schlecht
    über jemanden gesprochen haben.
  • Gal 5, 1

    "Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!"
     

    Gott hat uns nicht nur die Freiheit geschenkt, er hat uns, viel mehr noch, dazu berufen, frei zu sein. Was bedeutet aber diese Freiheit? Wieso ist das so ein essenzieller Bestandteil des Christentums und wieso will Gott überhaupt, dass wir frei sind? 

    Gott möchte zum einen, dass wir uns selbst dazu entscheiden, an ihn zu glauben und ihn zu lieben. Er möchte keine erzwungene Liebe, sondern eine freie und entschiedene Liebe, die noch viel mehr wert ist. Zum Anderen gibt er uns aber auch die Aufgabe, und nicht "von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen" zu lassen. Was in unserem Leben könnte uns wieder diese Freiheit nehmen? Gott spricht nicht von Diktaturen, Kriegen und anderen Zwängen, die uns unserer Freiheit berauben. Er spricht von den Zwängen und Süchten, die wir uns selbst in unserem Leben auferlegen. 

    Welchen Zwängen hast du dich unterworfen? Ist dir bewusst, dass auch du zur Freiheit berufen bist? Auch zur Freiheit von allem Weltlichen? Bist du frei? 

  • Joh 1, 12-14

    " 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 14 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit."
     

    Ist das nicht eine wundervolle Vorstellung? Dass wir, die so profan erscheinen, aus Gott geboren sind? Dass wir nicht aus dem "Willen des Fleisches" geboren wurden, dass wir nicht nur auf der Erde sind, weil unsere Eltern das so entschieden haben, sondern vielmehr, weil wir "aus Gott" sind? Das einzige, was wir machen müssen, um Kinder Gottes zu werden, ist, "an seinen Namen" zu glauben. 

    Wenn wir aber Kinder Gottes sind, solange wir auf Gott vertrauen und an ihn glauben, was unterscheidet uns dann vom Sohn Gottes, von Jesus? Sind wir dann nicht alle gleich? Auch darauf hat das Johannes-Evangelium eine Antwort. Er schreibt: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.". Auch wenn Gott uns alle zu seinen Kindern gemacht hat, gibt es nur einen einzigen Sohn Gottes, der voller Herrlichkeit, Gnade und Wahrheit ist. Diese Herrlichkeit, diese einzigartige Gnade und Wahrheit ist das, was Jesus von uns Menschen so unterscheidet. 

    Will ich an Gott glauben und Jesus´ Worten folgen? Will ich ein Kind Gottes sein? 

  • Philliper 4,4-9

    "4 Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!
    Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe.
    Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!
    Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.
    Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht!
    Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein."
     
     

    Dieser Abschnitt sollte bei jedem von uns pure Freude hervorrufen. Uns wird gezeigt, dass wir uns um nichts Sorgen müssen sondern einfach nur Gott vertrauen sollen. Somit können wir uns zu jeder Zeit im Herrn freuen, sogar wenn wir manchmal eigentlich traurig und verzweifelt sind. Also macht euch keine Sorgen, sondern freut euch.

     

  • Lukas 9, 23

    "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach."


    Folgst du Gott in deinem täglichen Leben oder sind dir andere Sachen wichtiger? 
    Was machst du mit deinem Kreuz? Nimmst du es an? Oder versuchst du es irgendwie zu umgehen?

    Gott gibt jedem von uns ein Kreuz, das er tragen kann. Er will nicht das wir darunter zusammenbrechen. Er gibt uns nur so viel wie wir ertragen können. Manchmal denken wir, dass das Kreuz einer anderen Person vielleicht leichter ist. Aber könntest du das Kreuz der anderen Person wirklich tragen? 

    Gott hat jedem von uns eine Aufgabe gegeben in der wir das Beste aus uns herausholen können, um Heilig zu werden. Was ist deine Aufgabe? Hast du sie schon gefunden?

  • Lukas 21, 14-19

    14 Nehmt euch fest vor, nicht im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; 15 denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. 16 Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. 17 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. 18 Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. 19 Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen."
     

    Wie oft im Leben denken wir, dass wir alles besser wissen als Gott? Wie oft schlagen wir seine Hilfe aus, um es einfach "besser zu machen"?  

    Wie oft sind wir auf die Nase gefallen? 

    Wie oft im Leben wurden wir denn schon enttäuscht? Von unseren Freunden, unserer Familie ... von uns selbst sogar? Menschen machen Fehler, das liegt in unserer Natur. Der einzige, der keine Fehler macht, ist Gott. Wieso fällt es uns dann so schwer, bedingungslos und ganz auf ihn zu vertrauen? Er verspricht uns ja, dass er an unserer Seite stehen wird, egal, wer uns verlässt!  

    "Behüt´ mich, Herr, hilf recht vollbringen, nicht rechts, nicht links, nicht rückwärts schau´n und dir nur über allen Dingen in Furcht und Liebe fest vertrau´n, trotz aller Not, mit aller Kraft, die deine Gnade wirkt und schafft!"  (Arno Pötzsch)
  • 1 Kor 10, 23

    "Alles ist erlaubt, aber nicht alle nützt. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf." 
     

    Heutzutage zeigt uns die Welt verschiedene Dinge die wir machen können, aber sind alle davon richtig? Was davon bringt mich Gott näher und macht mich heilig?

    Manchmal treibt uns dieser Strom von falschen, unwichtigen Sachen ganz weit aufs Meer hinaus und wir wissen nicht ob wir es schaffen wieder an den sicheren Strand zu kommen. Wenn wir uns genauso fühlen, an wen wenden wir uns? An Gott? Oder schwimmen wir einfach noch weiter hinaus, weil es uns doch noch gar nicht so schlimm vorkommt?

    Gott wartet immer auf dich und streckt dir die Hand aus, wenn du nach ihm rufst. Aber damit du ihm wieder näher kommst braucht er dein JA (deine Zustimmung), denn er möchte nichts gegen deinen Willen tun. 
    Was hindert dich daran, Gott ganz zu vertrauen? Deine Angst etwas aufzugeben an das du dich stark gebunden hast? Oder Veränderungen, die du durchleben wirst?

    Egal was es ist, vielleicht ist es an der Zeit etwas zu verändern und deine Schritte zu Gott zu wenden.

  • Markus 6, 35-44

    "35 Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät. 36 Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. 37 Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben? 38 Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote und außerdem zwei Fische. 39 Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins grüne Gras setzen. 40 Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. 41 Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen. 42 Und alle aßen und wurden satt. 43 Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. 44 Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten."

    Jesus hat keinen gedeckten Tisch, reichlich an Speisen für alle einfach so aus dem Nichts geschaffen. Er fragte zuerst seine Jünger wie viel sie haben, und sie aßen dann das, was sie hatten. Jesus hat also nichts erschaffen, sondern das genommen was es gab. Daraus machte Er dann etwas Großes. Warte also im Leben nicht immer darauf, dass Dir alles vom Himmel runterfällt, sondern wirf mal einen Blick auf das, was Du bereits hast. Vielleicht kannst Du daraus ja auch etwas Tolles machen! :) 

     

  • Eph 4,26

    "Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt."
     
    Wie gehst du mit deinem Zorn um? Kannst du anderen schnell verzeihen? 
    Es ist nicht leicht immer das Richtige zu tun, weil wir alle nur Menschen sind. Aber wir können versuchen aus unseren Fehlern zu lernen. Es ist wichtig anderen zu verzeihen. Oft ist es nicht leicht, aber fühlt man sich danach nicht befreit?
    Jede noch so kleine Flamme des Zorns macht uns zu Gefangenen und nur die Vergebung kann uns befreien.
    Und die Vergebung wird auch der anderen Person helfen.
    Bist du frei von deinem Zorn? Hast du all denen vergeben, die dich verletzt haben?
    Oder hält dich noch etwas zurück? Vielleicht dein Stolz oder die Angst?
    Wäre es nicht schön, sich von dieser Last zu befreien?
  • Psalm 91

    "1 Wer im Schutz des Höchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen, 2 der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.» 3 Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers und aus allem Verderben. Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist dir seine Treue. 5 Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. Fallen auch tausend zu deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es sehen mit eigenen Augen, wirst zuschauen, wie den Frevlern vergolten wird. Denn der Herr ist deine Zuflucht, du hast dir den Höchsten als Schutz erwählt. 10 Dir begegnet kein Unheil, kein Unglück naht deinem Zelt. 11 Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. 12 Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt; 13 du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf Löwen und Drachen. 14 «Weil er an mir hängt, will ich ihn retten; ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen. 15 Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. 16 Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn schauen mein Heil.»"
     

    Wo suchst du Geborgenheit? Bei Gott erlebst Du Nähe, Zuwendung und Wärme die Du suchst und brauchst.

  • Joh 1,29-51

    "29 Am Tag darauf sah er Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. 30 Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. 31 Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. 32 Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. 33 Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.
    35 Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. 36 Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! 37 Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. 38 Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi- das heißt übersetzt: Meister-, wo wohnst du? 39 Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. 40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. 41 Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). 42 Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels ( Petrus). 43 Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! 44 Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. 45 Philippus traf Natanael und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazareth, den Sohn Josefs. 46 Da sagte Natanael zu ihm: Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete:  Komm und sieh! 47 Jesus sah Natanael auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. 48 Natanael fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehe. 49 Natanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! 50 Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. 51 Und er sprach zu ihm: Amen, amen, sage ich euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn."

    In diesem Abschnitt wird Jesus von Nazareth mit unterschiedliche Namen beschrieben: Messias, Gottes Opferlamm, das mit dem Heiligen Geist taufen wird, Gottes Sohn, Rabbi, König Israels und Menschensohn. Jesus offenbart sich als der Prophet. Er selbst ist voller Demut und bezeichnet sich als Menschensohn. Nicht ein Titel soll seinen Worten Autorität verleihen, sondern sein Leben.

    Wer ist Jesus für mich? Welchen Platz nimmt Er in meinem Leben ein und welche Rolle spielt Er? Ich danke Gott, dass Er uns Jesus geschickt hat.

  • Markus 10, 17-31

    "17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? 18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. 19 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! 20 Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. 
    21 
    Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! 22 
    Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. 23 Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! 24 Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! 25 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. 26 Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? 27 Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. 28 Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
    29 
    Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, 30 
    wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben. 31 
    Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein."
     

    Wie schwer fällt es DIR, Jesus zu folgen? 

    Fällt es DIR schwer, Jesus an erster Stelle zu setzen?

  • Exodus 33,7-13

    7 Mose nahm das Zelt und schlug es für sich außerhalb des Lagers auf, in einiger Entfernung vom Lager. Er nannte es Offenbarungszelt. Wenn einer den Herrn aufsuchen wollte, ging er zum Offenbarungszelt vor das Lager hinaus.
     8 
    Wenn Mose zum Zelt hinausging, erhob sich das ganze Volk. Jeder trat vor sein Zelt und sie schauten Mose nach, bis er in das Zelt eintrat.
     9 
    Sobald Mose das Zelt betrat, ließ sich die Wolkensäule herab und blieb am Zelteingang stehen. Dann redete der Herr mit Mose.
     10 
    Wenn das ganze Volk die Wolkensäule am Zelteingang stehen sah, erhoben sich alle und warfen sich vor ihren Zelten zu Boden.
     11 
    Der Herr und Mose redeten miteinander Auge in Auge, wie Menschen miteinander reden. Wenn Mose aber dann ins Lager zurückging, wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, ein junger Mann, nicht vom Zelt. 12 
    Mose sagte zum Herrn: Du sagst zwar zu mir: Führ dieses Volk hinauf! Du hast mich aber nicht wissen lassen, wen du mitschickst. Du hast doch gesagt: Ich kenne deinen Namen und habe dir meine Gnade geschenkt.
     13 
    Wenn ich aber wirklich deine Gnade gefunden habe, so lass mich doch deinen Weg wissen! Dann werde ich dich erkennen und es wird sich bestätigen, dass ich deine Gnade gefunden habe. Sieh diese Leute an: Es ist doch dein Volk!
     

    (Exodus 33,7-13)

     

    Dr. Watson hatte dem großen Detektiv Sherlock Holmes verschwiegen, dass er kürzlich geheiratet hatte. Er war daher sehr erstaunt, als Holmes ihn grüßte und so tat, als hätte er das die ganze Zeit über bereits gewusst.
    Die Ehe bekommt Ihnen, bemerkte er. Und wie ich sehe, sind Sie in Form!
    Watson wunderte sich. Wie hatte Holmes das herausgefunden?
    Es ist überaus einfach, entgegnete Holmes. Sie haben zugenommen, seit ich sie das letzte Mal gesehen habe, und strahlen vor Glück. Ich wäre wirklich dumm, wenn ich nicht bemerkt hätte, dass Sie geheiratet haben.
    Mein lieber Holmes, rief Watson aus, Sie sind wirklich erstaunlich!



    Erstaunlich oder nicht, du musst nicht Sherlock Holmes sein, um zu ähnlichen Schlussfolgerungen zu gelangen.

    Dasselbe gilt auf für Gott. seine Gebote zeigen seinen Charakter. Daher fragt Mose, als er auf dem Berg Sinai die Gesetze erhält, Gott: Wenn du nun wirklich mit mir bist, dann lass mich deine Pläne erkennen! Ich möchte dich besser verstehen und weiter deine Hilfe erfahren. Mose erkennt, dass die Wege Gottes - das Verstehen seiner Gebote - ihm den Charakter Gottes zeigen würden. 
    Sein Charakter steht in seinen Geboten geschrieben. Und man muss nicht Sherlock Holmes sein, um das herauszufinden!

    Zum Nachdenken:

    - Hinweise auf Gottes Charakter kann man in seinen Geboten erkennen. Welche Hinweise hast du gefunden? Denk über eines der Gebote Gottes nach und versuche herauszufinden, was es über Gottes Charakter aussagt. 

    Die Gebote findest du im Buch Exodus 20, 1-17

  • Kolosser 2,1-5

     

    1 Ihr sollt wissen, was für einen schweren Kampf ich für euch und für die Gläubigen in Laodizea zu bestehen habe, auch für alle anderen, die mich persönlich nie gesehen haben. 2 Dadurch sollen sie getröstet werden; sie sollen in Liebe zusammenhalten, um die tiefe und reiche Einsicht zu erlangen und das göttliche Geheimnis zu erkennen, das Christus ist. 3 In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. 4 Das sage ich, damit euch niemand durch Überredungskünste täuscht. 5 Auch wenn ich fern von euch weile, bin ich im Geist bei euch. Mit Freude sehe ich, wie fest und geordnet euer Glaube an Christus ist.

     

    Schau Dir den 3. Vers ganz genau an. In Christus liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Doch wie gelangen wir in unserem Alltag zu diesen Schätzen? Durch das Lesen der Bibel und das Gebet können wir Jesus Christus immer näher und besser kennen lernen. Seine Schätze für uns sind die Weisheit in seinen Reden und die Gerechtigkeit in seinem Handeln. Jesus ist unser Vorbild. Jeder der ihm folgt kommt zu wahrer Weisheit und Erkenntnis.