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Die Wahrheit ist eine Herzensache

Written by Robert on Montag, 08 Dezember 2014. Posted in Zeugnisse

Nicht jedes Glaubenszeugnis erzählt von Ereignissen. Manche Zeugnisse sprechen einfach aus, was das Herz fühlt ... und meist sind es diese Zeugnisse, die wir alle am Besten verstehen können.

"Was heißt es, über die Wahrheit zu schreiben? Heißt es, das zu schreiben, was alle hören wollen? Oder viel mehr, das zu schreiben, was keiner hören will? Ist die Wahrheit unantastbar, unwiderruflich und allgemein gültig? Oder ist sie dynamisch in ihrer Ausprägung? Ist sie objektiv oder subjektiv? Kann sie für den einen richtig sein während sie für den anderen eine dreiste Lüge darstellt? Reicht die Intension die Wahrheit zu sagen aus? All diese Fragen bleiben doch unbeantwortet und schwinden wie auch irgendwann ein Echo vergeht und sich im Weiten des Nichts verliert. Während ich noch dieses Gedankenspiel weiterspinne mag sich die Wahrheit schon längst von dieser Welt vollends verabschiedet haben, denn was ist sie schon die Wahrheit, wenn sie jeder für sich beansprucht und zu beschützen mag. Während der eine am Liebsten nichts von einer Wahrheit hören möchte, verteidigen sie Tausende bis aufs Blut.
 
Auch ich habe meine Wahrheit – Gott. Für mich habe ich Gott als Wahrheit erkannt. Gott, mein Schöpfer und mein Heil, nicht der als den ihn die Welt sieht. Nein, sondern der, den ich in meinem Leben spüre. Der mich berührt und die Antriebskraft ist die alles im Sein ruhen lässt und doch gleichzeitig alles in Bewegung versetzt.
Auch wenn ich manchmal zweifeln mag, ist er, der Unbegreifliche, die Konstante im meinem Leben. Auch wenn ich mich in meinem Meer an Gedanken hilflos verloren fühle vertraue ich auf ihn. Gerade habe ich das Bild Jesu vor Augen, welches die Heilige Faustine von ihm gezeichnet hat. Auch wenn sie mir ungreifbar scheint, diese Wahrheit, so ist sie doch auf besänftigende  Art und Weise das Einzige, das mich atmen lässt.
 
Oft konfrontiere ich mich mit meinen Schwächen und Fehlern, mit meinem schwachen Glauben, gerade auch in Konfrontationen mit anderen. Gerade dann scheint mir meine Wahrheit so klein und naiv. Doch aus der Ferne, aus der Distanz erkenne ich, dass die Wahrheit größer ist als alles was die Welt gesehen hat, denn gerade sie verhilft mir zu dem was in mir wirkt. Auch wenn mein Leben durchschnittlich und gewöhnlich ist, so weiß ich doch, dass ich zu Großem geschaffen bin.
 
Gerne höre ich von, lese ich über und sehe ich die großartigen Persönlichkeiten unserer Welt und bin voller Bewunderung für sie. Dann denke ich mir: „Warum bin ich nicht so? Warum bewege ich die Menschen nicht zum Guten? Warum hängen nicht tausende Augen an meinen Lippen?“ Dann erkenne ich eine Sache. Eine, die alle gemeinsam haben. Sie brennen alle. Brennen für ihre Wahrheit, die ihr Herz eingenommen hat. Auch ich habe diese Wahrheit in meinem Herz. Doch brennt sie überhaupt?
 
Jedes Feuer, welches entfacht aber nicht am Leben gehalten wird, erlöscht früher oder später. An dem Punkt bin ich angelangt. Wie entscheide ich mich? Ich weiß es nicht.
 
Doch es brennt mir förmlich unter den Fingern es herauszubekommen."

Internationale Jugendostertage in Altötting von der Gemeinschaft EMMANUEL

Written by Julia A. on Montag, 28 April 2014. Posted in Zeugnisse

„Ostern in Altötting war einfach der HAAMMERR!!“. Mit diesen Worten versuchten Dominik und Marcelina vor einem Jahr uns für die Ostertage in Altötting zu begeistern. Angesteckt von ihrer guten Laune entschlossen wir uns, dieses Jahr zusammen mit ihnen die Internationalen Jugendostertage im Wallfahrtsort Altötting in Oberbayern zu verbringen. Voller Erwartungen packten wir uns mit zu viel Gepäck in ein zu kleines Auto am Gründonnerstag und fuhren ins „boirische loand“. Uns erwarteten bereits ca. 300 Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahren und mit der Zeit wurden es noch mehr und noch mehr…. Nach einem beginnenden Lobpreisabend und einer Einführung in die kommenden Liturgien konnte es losgehen.

Schon während der Gründonnerstagsliturgie waren wir alle hin und weg. Nicht nur aufgrund eines wunderschön singenden Chores und einer feierlichen Heiligen Messe inklusive Fußwaschung. Auch die positive Ausstrahlung und der tief verwurzelte Glauben der anderen Teilnehmer waren überwältigend.

Am Karfreitag, dem Todestag Jesu, war von unserer Seite Mitleiden angesagt. Aufgrund des schlechten Wetters und der Fastenmahlzeiten mussten wir vor allem Kälte und Hunger aushalten, allerdings mit guter Hoffnung auf einen besseren nächsten Tag. Am Freitag stand die Karfreitagsliturgie mit der Kreuzverehrung im Mittelpunkt zur Todesstunde Jesu um 15.00 Uhr.
Mit der wunderschön gesungenen Passionsgeschichte wurden wenigstens unsere Herzen, leider nicht unsere durchgefrorenen Beine und Ohren, gewärmt.
Am Abend konnten wir an Jesu Grab einen Barmherzigkeitsabend  erleben, der Beichte, Gebetsgruppen und den Bahmherzigkeitsrosenkranz beinhaltete. Ich war zu Tränen gerührt. Jesu war für MICH gestorben – oder auch WEGEN mir. Meine Sünden haben ihn ans hölzerne, schwere Kreuz genagelt und ich kann nicht anders handeln, als ihm meine Dankbarkeit und Ehre zu erweisen. An diesem Tag kann man Jesu all seine Probleme und Sorgen, seine Zweifel und Ängste mit ins Grab legen, mit dem Wissen, dass Er auferstehen wird und all mein Kummer verschwindet.

Auch der Karsamstag wurde andachtsvoll gestaltet. Während der Tage bildeten wir kleine Weggemeinschaften, die dazu einluden, seine Gedanken zu teilen und mit Gleichaltrigen (und Gleichdenkenden J ) ins Gespräch zu kommen.

An diesem Tag merkte man, dass sich nicht nur das Wetter, sondern auch die Laune aller Teilnehmer enorm verbessert hat. Alle schienen voller Vorfreude auf die Osternacht glücklich zu sein und diese Vorfreude hat sich gelohnt. Mit dem Osterfeuer und dem Anzünden der Osterkerze begann die Liturgie der Osternacht. Nachdem mittels sieben Lesungen und Psalmen in verschiedenen Sprachen die Geschichtsabschnitte aus der Bibel vorgelesen und gesungen wurden, erhallte endlich das festliche Gloria und die Kirche erstrahlte im Licht des auferstandenen Jesu. Doch der Höhepunkt bildete das langersehnte „HALLELUJA“. Vor Freude über die Erlösung fingen alle an zu tanzen und zu klatschen. Alle hoben die Hände zu Himmel. um Gott zu loben und zu preisen. Die Osternachtsliturgie endete mit einem spontanen Lobpreis, der alles übertraf, was ich bisher erlebt hatte.

Noch lange in die Nacht hinein wurde eine Osternachtsparty gefeiert. Wir konnten unsere Freude  in Tanz und Gesang zum Ausdruck bringen und sie mit anderen teilen….und im Morgengrauen erschöpft in den Schlafsack schlüpfen.

Ein ausgiebiger Osterbrunch erwartete uns Sonntagvormittag, welchen wir in vollen Zügen genossen und nach einem erneuten Osterlobpreis und der Ostermesse konnte der Samstag abends mit der Aussetzung der Allerheiligsten Sakraments beendet werden.

Ein weiteres Highlight am Wochenende bildete das von der Gemeinschaft Emmanuel vorbereitete Musical zum Thema „Guadalupe – wenn der Himmel eingreift“. Jedes Jahr veranstaltet die Emmanuel School of Mission (ESM) in Altötting ein Missionsmusical und organisiert eine Tournee in ganz Deutschland. Dieses Jahr über das bedeutende Wunder aus Mexiko. Mit Gesang und Tanz bildete das Musical einen passenden Rahmen für das Osterfest.

Für Interessierte gibt es hier den Link zu weiteren Terminen in Deutschland- es ist wirklich sehenswert: http://www.esm-altoetting.de/de/tournee-2014

Ich denke, ich spreche für uns alle Anwesenden, wenn ich sage, dass es uns wirklich sehr erfüllt hat, die so wichtigen Tage im Leben eines Christen in Altötting verbringen zu dürfen. Wir sind uns sicher, dass das nicht unsere letzten Ostertage in Altötting waren und können diese wärmstens weiterempfehlen.

„All mein Leben künde laut Dein Lob, o Herr – HALLELUJA!“

Bericht: Jugendtreffen Februar 2014

on Montag, 14 April 2014. Posted in Zeugnisse

Jedes Jugendtreffen ist für mich anders. So auch dieses mit dem „simplen“ Thema `Bewegung Licht-Leben´ von dem ich Anfangs dachte alles Wichtige zu wissen, da ich es schon oft durchgenommen habe. Und trotzdem haben es die Animatoren es geschafft auf einer interessanten Weise dieses Thema und so zu erklären, dass ich viele neue Sachen und eine neue Perspektive gefunden habe. Was mich vor allem gefreut hat, ein Teil von so einer bunten, großen und gemischten Gemeinschaft, voller verschiedenartiger Persönlichkeiten, zu sein, wo ich viele neue, talentierte Menschen getroffen habe.

Wer jedoch ein Zimmer mit der ´´besten´´ Freundin haben will, so ist diese noch ausbaubar. Meiner Meinung nach ist es interessanter, wenn man mit einer neuen Person (oder mehr) sich ein Zimmer teilt, da ich so Menschen kennenlernen kann. Zum Essen in Carlsberg will ich mich nicht viel äußern, außer das ich mich bei ein paar Verbesserungen freuen würde.

Mein Fazit: Ich freue mich schon aufs nächste Jungendtreffen!!!

 

Geschrieben von Sophie Kaczmarek

MOVIE MONDAY: To Save a Life

Written by Robert on Montag, 17 März 2014.

MOVIE MONDAY: To Save a Life

„To Save a Life“ ist ein christlicher, amerikanischer „Low-Budget-Film“ aus dem Jahre 2009. Regie wird von Brian Baugh geführt und in den Hauptrollen sind Randy Wayne als Jacob „Jake“ Taylor und Deja Kreuzberg als Amanda „Amy“ Briggs zu sehen.

Jake ist ein gut aussehender und beliebter Schüler, der in seinem letzten High-School Jahr bereits ein Sportstipendium für seine Lieblingsuniversität in Louisville in der Tasche hat. Sein Leben besteht vor allem aus Basketball und Partys. Alles scheint perfekt zu sein, seine Freundin, die Sportlaufbahn und ansonsten hat er jede Menge Spaß und keine Sorgen. Immer wieder ist ein dunkelhäutiger und humpelnde Junge namens Roger zu sehen. Roger und Jake scheinen sich zu kennen, Jake ignoriert ihn jedoch die meiste Zeit, denn er ist zu sehr mit sich selber beschäftigt. In einem „Flashblack“ wird schnell klar, dass Jake und Roger, die Nachbarn sind, in ihrer Kindheit sehr gut befreundet waren. Nachdem Roger Jake vor einem vorbeifahrenden Auto gerettet hat, humpelt er seither und wird zunehmend zu einem Außenseiter bis er schließlich sein Leben im Schulflur vor der gesamten Schule per Kopfschuss beendet.

Während für die meisten der Alltag, die Schule und die Partys weitergehen, fangen Jake an Schuldgefühle zu plagen. Nach einer wilden Party ruft er die einzige Person an, die er erreichen kann und zwar den Pastor der Roger beerdigt hat. Zuvor hat der Pastor Chris ihm seine Visitenkarte gegeben. Chris bringt Jake nach Hause und lädt ihn zu einem Jugendgottesdienst ein.

Nachdem Jake einen Streit zwischen seinen Eltern mitbekommt entschließt er sich zu diesem Gottesdienst hinzugehen. Anfangs ist er noch ein wenig skeptisch, doch nach einiger Zeit scheint es ihm gut zu tun mit Chris zu reden, sich mit den anderen Christen zu treffen und über seine Fragen nachzudenken. Doch seine Freunde und vor allem seine Freundin Amy sehen das nicht so: sie werfen ihm vor, sich von ihnen abgewandt zu haben. Nachdem Jake Amy von seinen Schuldgefühlen erzählt versucht sie ihn zu beruhigen indem sie ihm beschwichtigt, das ihn keine Schuld trifft. Doch Jake ist das nicht genug und so geht die Beziehung der beiden langsam auseinander.

Jake lässt sich taufen und wird Christ. Doch mit dem Glauben kommt nicht nur Gutes auf ihn zu. Seine Welt scheint auseinanderzubrechen als er erfährt, dass seine Eltern sich scheiden lassen wollen und dass Amy von ihm schwanger ist. Soll er seine Zukunft aufs Spiel setzen „nur“ wegen dem Kind, welches Amy anscheinend nicht einmal behalten möchte? Jake beginnt, an Gott zu zweifeln. Kann er sich vollkommen auf Gott einlassen? Kann er sein Leben Gott anvertrauen? Vieles scheint unklar und dann ist da noch Jonny der sich von Jake im Stich gelassen fühlt, nach dem Jake ihn zuerst aus seiner Trauer errettet hat.

Der Film schafft es auf beeindruckende Weise die Geschichte eines Jungen zu erzählen, der zum Glauben gefunden hat. Er zeigt die verschiedenen Facetten von Außenseitern und Menschen die Selbstmordgedanken hegen. Auch wenn es stellenweise ein wenig überzeichnet scheint schafft der Regisseur es, die wesentlichen Elemente glaubhaft rüberzubringen. Vor allem am Ende scheinen einige Dinge komisch und am falschen Platz zu sein. Dennoch motiviert der Film dazu, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, ob WIR Menschen ausgrenzen oder gar mobben. Er zeigt auch, dass egal in welcher schweren Situation wir sind, der wahre Glauben an Gott uns helfen kann - wir müssen uns nur auf ihn einlassen. Auf jeden Fall ist es ein empfehlenswerter Film, der zum nachdenken anregt und dazu motiviert über sich, über seine Beziehung zu Gott und Mitmenschen zu überdenken.

Außerdem gibt es eine offizielle Internetseite zu dem Film (http://tosavealifemovie.com/), die nicht nur den Film vermarktet, sondern sich als Ziel gesetzt hat dem Thema Suizid unter Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass der Film zwar ins Deutsche übersetzt wurde, aber die Synchronisation eher schlecht ausfällt. Unter Berücksichtigung aller wichtigen Punkte macht der Film einen guten Gesamteindruck, wegen der Synchronisation ziehe ich noch einen Notenpunkt ab. Von mir bekommt der Film eine: „2-“.

Robert

Das erste Jugendtreffen...

on Dienstag, 04 Februar 2014. Posted in Zeugnisse

Erfahrungsbericht vom Herbsttreffen 2013

Das Jugendtreffen dieses Jahr im Oktober war unser Erstes und unser zweites Mal in Carlsberg. Wir haben im Sommer Carlsberg schon kennen und lieben gelernt, und somit war es für uns sowieso keine Frage ob wir hinfahren oder nicht. Also packten wir unsere Sachen und organisierten uns noch ein Haufen anderer Leute um ihnen zu zeigen, wie schön es dort ist und um sie Gott näher zu bringen. Wir nahmen also die strapazenreiche ungefähr 8 stündige Fahrt auf uns. Ohne große Erwartungen, aber mit der Gewissheit, dass es toll wird. Und es wurde toll.

Gleich bei der Ankunft wurde unsere große Münchnergruppe herzlich begrüßt, den Neulingen wurde alles gezeigt und die Zimmer und Gruppen wurden aufgeteilt. Die Themen waren zu allererst ein wenig überraschend; „Kirche als Institution“, „Sex vor der Ehe“, „Verhütung“, „Wissenschaft und Kirche“. Niemand konnte sich wirklich etwas darunter vorstellen. Aber schon nach dem ersten Gruppentreffen konnten wir sicher sein, dieses Wochenende wird interessant.

Alle Treffen waren ein voller Erfolg, alle Gruppenleiter waren sehr verständnisvoll, offen für Fragen und man merkte, dass sie das alles auch wirklich gerne machten. Leider war unsere Gruppe ein wenig unglücklich zusammengewürfelt, sodass es in manchen Momenten ein wenig schwer war sich zu konzentrieren, aber mit Gottes Hilfe geht ja bekanntlich alles.

An diesem Wochenende haben wir unglaublich viel Neues dazu gelernt, über Gott, über die Kirche, Gemeinschaft, Liebe, aber auch über uns. Alle Leute waren offen und gut drauf und es war sehr angenehm wieder einmal unter Gleichgesinnten zu sein. Wir haben Kraft getankt und sind voller Energie und ''Lust auf Gott'' nach Hause gefahren. Wir danken allen die uns das ermöglicht haben und freuen uns auf das nächste Jugendtreffen.

Julia H. & Veronika H.

Artur in Chicago [Teil 2]

on Sonntag, 15 Dezember 2013. Posted in Zeugnisse

Artur in Chicago [Teil 2]

                                                                                                 Chicago, 13.12.2013

Hallo Freunde,

es ist mir eine Freude euch wieder zu berichten können, wie es bei mir in Amerika läuft. Ich bin jetzt seit etwa 3 Monaten in Chicago und kann sagen, dass ich mich durchaus eingelebt habe. Der Sommer ist vorbei und Weihnachten steht vor der Tür. Mittlerweile bekomme ich auch manchmal Heimweh.

Doch nun dazu, wie es hier zugeht. Wir leben in einem Haus in der Northside von Chicago zusammen mit 8 Priestern und 3 Priesteramtskandidaten, plus wir 4 Missionare.

Connor kommt aus Iowa (Amerika) und ist ein Liebhaber des Wanderns.

John Paul (= Johannes Paul, benannt nach dem Papst Johannes Paul ll) kommt aus dem Süden von Amerika und ist ein typischer amerikanischer Footballspieler. James kommt ganz aus dem Süden, aus Texas. Er ist super lustig und spielt gerne Football.

Wir sind ein sehr ausgeglichenes Team und haben jede Menge Spaß. Doch was tun wir hier überhaupt? Wie sieht unsere Arbeit aus, fragt ihr euch sicherlich. In den ersten Wochen haben wir kaum gearbeitet, wir haben die Schulen und Kirchengemeinden besucht und die Personen kennengelernt.

Gleich zu Beginn gab es ein Wohltätigkeits-Golfturnier für die „Everest“ Schule. Das ist eine katholische Schule, die vom Kindergarten bis zur 8ten Klasse Schüler hat. Die Schule ist wunderbar, sogar eine Kapelle ist vorhanden. Da sie nur etwa 220 Schüler hat, ist die Stimmung sehr familiär und die Disziplin bemerkenswert. Auch tragen die Schüler eine Schuluniform und beten jeden Tag vor dem Unterricht. Ich wünschte, ich wäre wieder klein und könnte auch in so eine Schule gehen.

Zurück zu dem Golfturnier. An jedem Loch auf dem Golfplatz gab es Stationen und Missionen zu erledigen und alle hatten eine Menge Spaß. Vor allem die Missionare, also wir, da wir angefangen hatten, mit den Golfautos Wetterrennen zu fahren. Alles endete mit einem hervorragenden Abendessen im Golfclub.

Wenige Wochen später veranstaltete die „Everest“ Schule ein Vater-Sohn-Camp, in dem es unsere Aufgabe war, die Aktivitäten und den Campingplatz herzurichten. Wir steckten viel Blut, Schweiß und Tränen hinein, und es war ein voller Erfolg. Etwa 25 Väter mit ihren Söhnen tauchten auf. Wir hatten ein Riesenlagerfeuer, eine Schaumschlacht, eine Schnitzeljagd, einen gemeinsamen Rosenkranz, den Kreuzweg in der Nacht im Wald und am Sonntagmorgen eine Wasserbombenschlacht. Es war ein einzigartiges und extrem lustiges Ereignis. Dort habe ich auch gemerkt, wie dankbar ich für meinen Vater bin.

Von der anderen katholischen Schule “Eastlake” hatten wir auch jeweils ein Wohltätigkeitsgolfturnier, bei dem wir Spenden gesammelt haben, und ein Vater-Sohn- Camp, das so ablief wie das Camp an der „Everest“ Schule.

An Montagen haben wir unseren Community-Tag, wo wir keine apostolische Arbeit machen, sondern alle zusammen, Priester, Priesteramtskandidaten und Missionare Fußball, Basketball oder Football spielen gehen und anschließend Brettspiele spielen oder einen gemeinsamen Film anschauen. Es ist schön mit den Priestern Zeit zu verbringen, da sie immer die besten Erfahrungen gesammelt haben und wir sie mit Fragen löchern können. Der beste Community-Tag war der, an dem uns eine Familie eingeladen hat, die ein Seehaus hatte, und wir Jetski fahren durften.

Doch nun weiter mit unserer echten Arbeit. Wir sind aufgeteilt in zwei Teams:

James und ich sind für die Schulen und Jugendgruppen im Süden von Chicago verantwortlich und JP (Kurzform für John Paul) und Connor arbeiten in der North Side. Jeder Tag fängt um 6:30 Uhr mit dem Aufstehen an. 7:00 Uhr Messe, 7:30 Uhr Morgenmeditation und 8:00 Uhr Frühstück. Und so läuft auch der Dienstag. Nach dem Frühstück haben wir Katechismus-Unterricht, in dem wir Schritt für Schritt den ganzen Katechismus durchgehen. Danach haben wir alle zusammen ein Gruppenmeeting: Die 4 Missionare und Pater Jacob und Bruder Ryan, die unsere Treffen und Termine planen und uns bei Exerzitien unterstützen. Während des Tages beten wir den Rosenkranz und haben abends Anbetung des Allerheiligsten Sakraments. So sieht unser normaler Tag aus. Wir besuchen Familien, Gemeinden, leiten Jugendgruppen, arbeiten an Schulen als Mentoren, halten Vorträge und leiten Camps und haben apostolische Projekte wie Suppenküchen und Nightfever.

Vor einer Woche hatten wir einen Firmungs-Einkehrtag für 70 Achtklässler/innen.

Wir steckten viel Planung und Ideen rein, doch hatten keine hohen Erwartungen, da es Jugendliche aus einem schweren Umfeld sind, die keinen tiefen Glauben haben.

Ich war der Hauptleiter/Manager des Einkehrtages, d.h. ich musste mich darum kümmern, dass der Raum verfügbar ist, in dem sich alles abspielen wird, dass wir alle Materialen, die wir brauchen, zusammen haben, dass die elektronischen Sachen wie Mikrophon, Licht und Projektor vorbereitet sind. Auch, dass alle Vorträge, die von den anderen Missionaren vorgetragen werden, vollständig und gründlich durchdacht sind. Das war sehr stressig, aber hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich sehr für die „Eventmanagement- Branche“ interessiere.

Der Beginn des Einkehrtages war um 8 Uhr. Ich bin um 5 Uhr aufgewacht und hab klargestellt, dass alles am richtigen Platz ist, und dann ging`s schon los. Ich war sehr nervös und aufgeregt und habe gehofft, dass alles gut läuft.

Als dann die Teilnehmer eintrafen, hatte ich ein ungutes Bauchgefühl. Sie sahen nicht motiviert und glücklich aus, sie sind nur gekommen, weil es ihre Eltern von ihnen verlangt haben.

Doch zu unserem Erstaunen lief es sehr gut. Wir hatten laute Musik und Discolichter während wir mit Spielen angefangen haben, um die Atmosphäre aufzulockern. Auch die Vorträge liefen super. Die Kinder wurden permanent einbezogen und waren interaktiv. Wir hatten Vorträge über “Gottes Liebe”, “Warum erlaubt Gott Leid in der Welt”, “Gottes Plan in deinem Leben”, “Sünde, Hölle und Beichte”, und was es heißt, ein echter Mann und eine echte Frau zu sein. Mittendrin hatten wir Zeit für Sport und Snacks. Und am Ende luden wir zur Anbetung des Allerheiligsten ein. Dort konnten sie vorgehen und einen Brief an Gott lesen und danach eine Kerze anzünden. Als wir sagten, dass während der Anbetung auch die Möglichkeit zur Beichte vorhanden ist, gingen mehr als die Hälfte der Jugendlichen zur Beichte. Alle waren so erstaunt und berührt, es war ein echtes Wunder. Das hat mein Herz mit so einer Freude erfüllt. Pater Jacob ist eine Stunde länger geblieben, um alle Beichten entgegenzunehmen. Dieser Einkehrtag war ein voller Erfolg. Und ich bin Gott jeden Tag so dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, in Amerika zu sein und solche Arbeit leisten zu können mit den Patern, Brüdern und Missionaren. Das erfüllt mich mit Liebe, Freude, Friede und bringt mir Erfüllung.

Gestern sind wir von einem Trip nach Detroit zurückgekommen, wo wir mit zwei Mädchen aus Mexiko, die auch Missionare sind, an zwei katholischen Highschools das Missionarsjahr promotet haben.

Und morgen gehe ich für eine Woche nach Haiti mit Pater Michael, wo wir zusammen mit 10 anderen Jugendlichen beim Bau einer Kirche und in einem Waisenhaus helfen werden. Darüber werde ich in meinem nächsten Erfahrungsbericht berichten, auch Bilder werden dabei sein.

Ich danke so sehr für jegliche Unterstützung, im Gebet und auch finanziell.

Ich wünsche euch allen eine schöne Bescherung, geruhsame Weihnachtstage, einen guten Rutsch und Gottes Segen fürs neue Jahr. Ihr seid alle in meinen Gebeten.

Grüße aus Amerika/Haiti

Artur RCMC

 

"Oh come, Emmanuel"

Written by Sara on Montag, 09 Dezember 2013.

Vielleicht kennen manche von Euch schon die Violinistin Lindsey Stirling, die auf Youtube bekannt geworden ist. Die 27-jährige erreichte im November 2013 über 480 Millionen Videoaufrufe auf Youtube - selbst ihre Konzerte in Deutschland letzten Winter sind allesamt ausverkauft gewesen. Ich muss zugeben, dass ich selbst viele Youtube-Musiker verfolge und ihre Lieder anhöre. Während der Weihnachtszeit häufen sich dann nach und nach die Weihnachtslieder dieser Musiker, meist sind das Lieder wie "Santa Baby", "Last Christmas" oder "All I need for Christmas is you". Als ich vor ein paar Tagen Youtube öffnete, sah ich, dass auch Lindsey Stirling ein Weihnachtsvideo online gestellt hatte. Und genau dieses Video war es dann, das mich wieder daran zurückerinnerte, was Weihnachten eigentlich genau ist.

All die anderen Weihnachtslieder, die man so im Internet oder Fernsehen findet, zeigen vor allem viel Schnee, Geschenke, Weihnachtskostüme und handeln meist von Heimweh, Liebeskummer oder utopischen Wünschen (schon mal bei "Santa Baby" richtig zugehört?). Das Video, das Lindsey Stirling dieses Jahr hochlud zeigt nichts von alledem. Das Video wurde unter anderem am Strand gedreht, nirgendwo sind Weihnachtskostüme in Sicht und auch keine Kerzen, Plätzchen oder andere Gemütlichkeiten. Wieso ich dann plötzlich in Weihnachtsstimmung verfallen bin?

"Everyone has a life to live, a love to give and a gift to share. Our personal gifts, our own talents, qualities and capacities often go overlooked by those around us and even by ourselves."

Lindsey Stirling spricht in ihrem Video das aus, was Weihnachten wirklich ausmacht. Sie spricht von Geschenken, aber nicht von Spielzeug, Süßigkeiten oder Kleidung, sondern von Talenten, Fähigkeiten und Eigenschaften. Sie spricht von Wünschen und Träumen, aber dabei handelt es sich nicht um den Wunsch, Weihnachten mit dem Traummann oder der Traumfrau zu verbringen, sondern darum, danach zu streben, die beste Version von sich selbst zu sein. Wieso? Weil Jesus Christus sein Bestes - sich selbst - uns geschenkt hat.

"Never let your limitations, your disadvantages or your adversities hold you back. Believe in yourself. Everyone has a life to live. Look to the stars and follow your dreams. God has given us a life to live, a world to love and the greatest gift of eternity - his son."

Das Musikvideo zeigt den 17-jährigen Kuha´o Case, der blind ist und sich selbst Klavier spielen beigebracht hat. Dieser Junge soll uns zeigen, dass man keine Hindernisse scheuen darf und die eigenen Schwächen und Nachteile einen nicht eingrenzen dürfen, wenn es darum geht, unsere gottgegebenen Geschenke - unsere Talente und Stärken - zu leben und mit anderen zu teilen.

"At this time of year let us cherish all of these gifts. But most of all let us cherish the ability in each of us to love and bless each other, to give the best in ourselves as Jesus Christ gave the best in Himself for us."

 

Lindsey Stirling ft. Kuha´o Case - "Oh come, Emmanuel"

 

 

Standards für die Sexualaufklärung in Europa

Written by Sara on Dienstag, 19 November 2013.

Was Europa gegen Teenager-Schwangerschaften, HIV und Sexualgewalt tun soll...

Standards für die Sexualaufklärung in Europa

Eine 20-köpfige Expertengruppe hat sich vor einiger Zeit zusammengesetzt und zusammen ein Dokument unter dem Titel "Standards für die Sexualaufklärung in Europa" verfasst. Wieso? Weil ungewollte Teenagerschwangerschaften, Geschlechtskrankheiten wie HIV oder sexuelle Gewalt in unserer heutigen Gesellschaft schon zu einem alltäglichen Problem geworden sind. Generell ein wichtiger Gedanke und tatsächlich muss ich feststellen, dass genau diese Themen mein Umfeld prägen, auch wenn ich behaupte, in einer "sicheren Umgebung" aufgewachsen zu sein, die von christlichen Werten und Moral geprägt ist - dennoch hört man immer wieder von Menschen (oder kennt sie sogar selbst), die mit diesen Problemen konfrontiert wurden. Die Frage, die ich mir immer stelle, ist: "Wieso? Wieso passieren solche Dinge? Wie kommt es dazu, dass ein 13-Jähriges Mädchen schwanger wird? Wie kann es sein, dass Menschen sich das Recht nehmen, anderen sexuelle Gewalt anzutun? Was können wir tun, um Menschen, die an HIV erkrankt sind, zu helfen?" Mit diesen Fragen sieht sich auch Europa konfrontiert, weswegen die "Standards für die Sexualaufklärung in Europa" verfasst wurde.

"In vielen Ländern im europäischen Raum konzentriert sich die Sexualaufklärung in der Schule auf die reine Vermittlung von biologischen Fakten; soziale und psychologische Aspekte sowie die Vermittlung von Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten werden hierbei vernachlässigt. Diese einseitige Ausrichtung und mangelnde Qualität der Sexualaufklärung hat negative Folgen für die Jugendlichen." ist unter anderem die Begründung für dieses Dokument.

Auf den ersten Blick also eine sehr gute Sache und ich war auch ganz interessiert als ich das Dokument dann geöffnet habe, um kurz darauf bitter enttäuscht zu werden. Das Dokument spricht tatsächlich von einer ausgiebigen Sexualaufklärung, wenn aber kleinen Kindern vermittelt werden soll, dass Kindesmasturbation in Ordnung, ja sogar schön ist und 12-Jährigen Kindern Verhütung zur Verfügung gestellt werden soll, dann frage ich mich: Inwiefern soll das den Problemen der heutigen Gesellschaft weiterhelfen? Wenn 12-Jährigen Kindern gesagt wird, dass Sex in diesem Alter gut ist, wieso ist dann eine Schwangerschaft in diesem Alter nicht okay? Hier wird der Sex ganz klar von der Fortpflanzung getrennt und, mehr noch, die Fortpflanzung wird wie eine „Krankheit“ behandelt. Das Ganze klingt wie ein Handbuch zur Vorbeugung der Grippe. Man könnte das Dokument auch „Kinder sollten ALLE sexuellen Fantasien von Geburt an ausleben dürfen – wir helfen dabei und zeigen wie man lästige Dinge wie Schwangerschaften und Krankheiten vermeiden kann“. Anstatt dass hier den Kindern ein gesundes Verständnis von Sex und Liebe gezeigt wird, sollen die Kinder lediglich lernen, wie man Verhütungsmittel richtig benutzt.

Ich muss sagen, dass ich als angehende Lehrerin und vielleicht auch mal Mutter von Kindern, die in dieser Welt leben müssen, sehr schade finde, dass in der Schule Kinder nicht wirklich aufgeklärt sondern eher vorbereitet werden sollen.

Die polnische Internetseite CitizenGo startete aufgrund dieses Dokument eine Unterschriftensammlung, um eine Petition gegen die Standards zur Sexualaufklärung in Europa einzureichen. Schau dir das Dokument doch selbst an und bilde dir deine eigene Meinung. Wenn du auch der Meinung bist, dass das Dokument überarbeitungsbedürftig ist, kannst du ja noch heute deine Stimme dagegen abgeben!

 

 

Das Dokument: hier klicken 

Die Petition: http://citizengo.org/pl/298-domagamy-si%C4%99-natychmiastowego-wycofania-dokumentu-standardy-edukacji-seksualnej-w-europie

Sommerkurs Legionäre Christi

on Donnerstag, 31 Oktober 2013. Posted in Zeugnisse

Artur über sein Missionsjahr in Chicago

 

 

Liebe Freunde,

Wie die meisten von euch wissen bin ich ein Jahr in Amerika. Da ich viele Anfragen bekommen habe, was ich denn eigentlich dort mache und was das ist, habe ich entschieden einen Newsletter zu schreiben.

Ich mache ein so genanntes Missionsjahr in Amerika mit der Ordensgemeinschaft „Legionäre Christi“ von der Katholischen Kirche. Dieses Jahr basiert darauf, dass junge Menschen ein Jahr ihres Lebens Gott geben und der Kirche mit ihrer Arbeit helfen. Besonders Jugendarbeit an katholischen Schulen oder in den Kirchengemeinden mit Jugendlichen. Die Legionäre sind auf der ganzen Welt verbreitet. Besonders in Amerika und Mexiko. Aber auch Deutschland, Österreich, Irland und Polen.

Warum Ich Missionar geworden bin? Ganz einfach, ich möchte dieses Jahr Gott widmen, für alles Gute was ER mir in meinem Leben gegeben hat. Soziale, kirchliche Arbeit leisten und gleichzeitig Amerika entdecken ist einfach unbeschreiblich wunderbar. Der erste Newsletter erzählt von dem fünf wöchigen Vorbereitungssommerkurs in Indiana. Der nächste Newsletter wird von den Ereignissen in Chicago handeln und von allem, was ich dort erlebt habe...

 

Wir nähern uns dem Ende des Sommertrainingskurses. Im Moment nehmen wir an Einkehrtagen in Stille für 3 Tage teil. Diese Einkehrtage basieren auf den 30 Tage langen Einkehrtagen des Heiligen Ignatius von Loyola. Das ist die optimale Zeit, um die letzten Wochen zu reflektieren, was alles passiert ist und was wir alles erlebt haben.

Wir sind 18 Missionare, wobei die eine Hälfte der Jungs aus Deutschland kommt, die andere aus Amerika, und ein Missionar ist aus Brasilien gekommen.

Wir sind in 3 Teams aufgeteilt. Jedes Team hat einen Geistlichen(Bruder) und einen Coworker (Missionar) aus dem Vorjahr als Mentor und Gruppenleiter. Wenn ihr euch wundert, wieso ich erst so spät schreibe, werdet ihr es gleich verstehen…

Unser Tagesplan war ziemlich voll. Unser Tag beginnt mit dem Aufstehen um 6:45 Uhr. Adriel weckt uns mit dem Satz “Christus, unser König” und wir antworten im Halbschlaf “Dein Reich komme”.

Kurz vor dem Morgengebet macht jeder für sich einen Besuch bei der Marienstatue und dann beginnt das Morgengebet um 7:30 Uhr. Es beinhaltet die Meditation über das Evangelium des Tages und dauert bis 8 Uhr. Dann haben wir Gottesdienst bis 8:30  Uhr. Es ist ein echter Segen jeden Tag als Gruppe Gottesdienst zu feiern.

Um 8:30 Uhr gibt es dann endlich Frühstück, das hauptsachlich aus Pancackes, French Toast, Speck, Eiern und Cornflakes besteht.

Um 9:30 Uhr geht jedes Team seine Hausarbeit erledigen. Meine Aufgabe war es, in der Kapelle die Messe für den nächsten Tag vorzubereiten und alles sauber und ordentlich zu halten.

Um 10 Uhr begann unser Unterricht. Wir hatten Unterricht von 10-12 Uhr, von 15-16 Uhr und von 20-21 Uhr. Jede Woche hatten wir ein anderes Thema. Doch dazu später mehr.

An jedem normalen Wochentag fand um 12 Uhr der „Iron man“ statt: 30 Minuten lang hatten wir verschieden sportliche Wettbewerbe unter unseren Teams, wie z.B.  500 Liegestützen in schnellstmöglicher Zeit, Kanu fahren und Geländespiele.

Danach stand Rosenkranz auf dem Plan, anschließend Mittagessen und Brettspiele. Jan und ich habe uns oft eine spannende Schachpartie geliefert.

Nach unserem Nachmittagsunterricht hatten wir Sport. Meist spielten wir Fußball, aber auch traditionelle amerikanische Sportarten wie Football, Basketball, Hockey, Frisby und Dodgeball (ähnlich wie unser Völkerball). Das hat allen unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem war es sehr lustig, da man auf dem Spielfeld andauernd Schreie in allen verschiedenen Sprachen gehört hat (Deutsch, Polnisch und Englisch).

 

Nach dem anschließenden Duschen hatten wir Anbetung und geistliches Lesen von 18-18:30 Uhr. Ich habe es geschafft bis jetzt 2 Bücher zu lesen.

Das erste Buch ist von Pfarrer Malinski, “Bevor du ‘ich liebe dich’ sagst”. Es war ein sehr gutes Buch über das Erwachsenwerden und die Liebe und das Leben in der Ehe. Und über das Erziehen der Kinder im Glauben.

Das zweite Buch, das ich gelesen habe, war “Wild at Heart” von John Eldrige. Es handelt von dem Entdecken der Geheimnisse der Seele eines Mannes. Ich empfehle es jedem, es ist wunderschön und eignet sich vor allem für Frauen und für Männer!!

Um 18:30 Uhr hatten wir eine Konferenz über verschiedene Themen, z.B das Benehmen am Tisch (savoir vivre, oder die Grundsätze von Regnum Christi). Danach gab es Abendessen. Nach dem Abendessen hatten wir den letzten Unterricht für den Tag. Um 9 Uhr fanden die Abendgebete statt und etwa um 22 Uhr sind wir schlafen gegangen.

 

Nun erzähle ich über den Stoff, den wir im Unterricht während des Kurses behandelt haben. Der Unterricht hat mich echt inspiriert und viel gelehrt und hat meine Seele berührt.

Also in der ersten Woche befassten wir uns mit dem Katechismus und den Grundlagen. Es half mir zu verstehen, um was es in diesem Jahr, indem ich ein Missionar bin, wirklich geht. Ich habe das persönliche Bedürfnis, der Kirche zu dienen und Jesus nachzuahmen. Deswegen kämpfe ich jeden Tag aufs Neue mit meinen Schwächen, verneine mich selbst, nehme mein Kreuz und folge Jesus. Pater Juan hat uns erklärt, was das Anliegen von Regnum Christi an uns Jugendliche ist. Man merkt, dass sie mit ganzem Herzen versuchen, uns zu reifen Männern zu erziehen, welche nicht mehr auf sich selbst konzentriert sind, sondern auf die Bedürfnisse der anderen. Zu echten Männern, die ihr Selbstvertrauen aus der Liebe Gottes schöpfen, die nicht unreif und verantwortungslos sind, sondern bewusst Verantwortung übernehmen und Gottes Plan in ihrem Leben suchen.

In dieser ersten Woche habe ich wahrgenommen, dass es meine Mission ist, viel Gutes in unserer Welt zu vollbringen.

Nach den ersten paar Tagen haben wir einen Test gemacht, der unsere Stärken hervorbringen sollte, die wir in unserem täglichen Leben und vor allem in unserer Arbeit als Missionare einsetzen werden.

 

Meine Top-Fünf - Stärken sind:

1. Strategisch: Sich gut auf ein Ziel fokussieren können und den besten Weg finden, um das vorgegebene Ziel zu erreichen.

2. Woo (winning others over): diese Stärke basiert darauf, schnell soziale Kontakte knüpfen zu können, keine Hemmungen zu haben, aus sich rauszukommen und neue Leute kennen zu lernen. Wichtig vor allem dann, wenn man neue Jugendgruppen bilden möchte.

3. Communication: Geschichten außergewöhnlich und spannend zu erzählen gehört zu meinen Spezialitäten. Außerdem bin ich ein guter Redner. Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und eine Präsentation zu halten. Das ist sehr wichtig für die Jugendarbeit als Missionar.

4. Activator: Ich animiere die Leute gerne, Initiative zu zeigen, um etwas zu erleben. Außerdem bin ich derjenige, der die Leute motiviert, etwas zu starten und nicht nur rumzusitzen.

 

5. Maximizer: Diese Stärke basiert darauf, aus etwas Normalem/Gewöhnlichem etwas Außergewöhnliches, Spannendes und Lebendiges zu machen, z.B verschiedene Aktivitäten auf Jugendtreffen. Activator und Maximizer ergänzen sich sehr gut!

 

.... Wenn Du wissen willst, wie es weiter geht dann schau nächsten Donnerstag wieder vorbei :) 

Meine Zeit in Afrika ... (Teil I)

Written by Isabella on Dienstag, 29 Oktober 2013. Posted in Zeugnisse

Meine Zeit in Afrika ... (Teil I)

Ich möchte euch heute einladen mit mir ein paar Jahre zurück zu blicken, in eine Zeit in meinem Leben, welche etwas anders war als der gewöhnliche Alltag. Sie hatte nichts mit Schule oder Studium oder auch Oase zu tun. Nein, für dieses eine Jahr hatte Gott etwas ganz anderes für mich vorbereitet. 

Aber vorweg möchte ich euch noch erzählen, wie es überhaupt dazu kam.
Ich war gerade in meinem 2. Ausbildungsjahr zur Heilerziehungspflegerin, als bei uns im Kurs einer nach dem anderen die Idee hatte nach der Ausbildung, anstatt gleich ins Berufsleben einzusteigen, erst einmal ins Ausland zu gehen. Dies ging auch an mir und meiner Reiselust nicht spurlos vorbei.
Schon immer reizte und interessierte mich der Kontrast zwischen uns, dem so zivilisiertem Westen, und den anderen ärmeren Ländern und Kontinenten auf der Welt. Der größte Kontrast war damals für mich wir, also der Westen, und das so wilde und so andere Afrika.
Also informierte ich mich und fand im Internet die Organisation Missionar auf Zeit kurz MAZ genannt.  Ich verabredete mich mit der verantwortlichen Schwester und hatte auch prompt eine Zusage. Ich würde nach Südafrika gehen, ein  Jahr später sollte es also losgehen.
Es folgte ein Jahr der Vorbereitung,  wobei ich im Nachhinein sagen muss, darauf was mich dort erwartete, konnte mich kein Kurs der Welt wirklich vorbereiten.

Ein Jahr weg von Zuhause, weg von Familie, von Freunden…. Das war nicht ohne. Und was sollte man überhaupt für ein ganzes Jahr mitnehmen, was würde ich brauchen, was nicht? Das alles waren Fragen, welche mir keine Ruhe mehr ließen.

Mein Abenteuer begann Mitte September 2007. 
Wir flogen aus dem Spätsommerwarmen Deutschland in das noch immer recht frische Südafrika, in die wunderschöne Stadt Kapstadt. Wer je behauptet hat, in Afrika wäre es immer zu heiß, den muss ich hier leider enttäuschen. Es war ein wahrer Kälteschock. Wir zogen alle möglichen warmen Klamotten an. Allzu viele hatten wir nicht dabei, denn auch wir gingen von dem warmen Afrika aus  und froren dennoch. Wir waren vom Sommer aus in das Ende des südafrikanischen Winters geraten.

Was die Kälte jedoch sofort wieder gut machte, war der Empfang und die Herzenswärme der Menschen. Gleich am ersten Tag wurden wir durch das ganze Haus geführt. Es war ein Heim für chronisch kranke Kinder und Jugendliche und sollte unser neues Zuhause und auch Arbeitsplatz werden.  Mein Interesse weckten gleich am ersten Tag die Kleinsten, die vielen Babys und Kleinkinder welche alle an HIV und Aids erkrankt waren und das sollte auch mein zukünftiger Arbeitsbereich werden. Das Haus war in mehrere Gruppen sogenannte „wards“ eingeteilt:
Sunflower - Kinder und Säuglinge mit HIV und AIDS,
Daisy - Mädchen mit unterschiedlichen Erkrankungen,
Sweet Basil - Kleine Jungs mit unterschiedlichen Erkrankungen,
Protea - Jugendliche Jungs,
und am Ende noch Freesia - Jugendliche Mädchen. 
Mein neues Zuhause war also der Sunflower- ward. 

 

Mein tolles Team , hier habe ich wahre Freunde gefunden, mit einigen besteht der Kontakt bis heute...

Aller Anfang ist schwer und so tat ich mir die ersten Tage mit all den Namen der Mitarbeiter und auch Kinder schwer, ich war froh, wenn ich sie aussprechen konnte, aber von MERKEN konnte nicht die Rede sein   Da waren Namen wie : Akona, Anati, Aviwe, Nzika, Batandwa, Ntando, Keano ….. Keano konnte ich mir merken von dem Schauspieler Keano Reevs, aber mehr auch nicht
Doch die Krankenschwester war sehr geduldig mit mir, am Ende meines ersten Tages nahm sie mich an der Hand , blickte mir tief in die Augen und sagte:  „ Heute war ein harter Tag für dich, gib nicht auf, der morgige wird besser und der nächste wird noch viel besser!“
Ich muss wohl sehr verzweifelt ausgesehen haben.

Meine besten Lehrer waren die Kinder, sie kannten keine Hemmungen mir alles mehrmals zu wiederholen bis ich es verstand. Mein Englisch wurde trotz vorherigen Grundkenntnissen hier nochmal komplett auf den Prüfstand gestellt. Ich bevorzugte es anfangs eher zuzuhören als meinen Mund aufzumachen. Da konnte ich wenigstens nicht viel falsch machen.

Das Lachen und die Lebensfreude waren ansteckend!

Die Zeit verging und wir gewannen immer mehr an Einsicht, an Überblick und auch ich fand schließlich den Mut, mich mit den Leuten zu verständigen. Da die Kinder von Haus aus nicht Englisch, sondern Xhosa oder Afrikaans sprachen, war ich dazu gezwungen, die Basics beider Sprachen zu lernen.  Was mich anfangs sehr irritierte war jene Redewendung:  Das Wort „ Isapa“ bedeutet auf Xhosa „ komm her“ , wird aber oft mit „ Isa“, also meinem Kosenamen, abgekürzt. Da dies gefühlt alle 5 Sekunden zu eines der Kinder gesagt wurde, fühlte ich mich auch jedesmal direkt angesprochen.  Tja, andere Länder, andere Sitten!

Dieser Kleine hat mein Herz im Strurm erobert - Aviwe

Als ich euch gesagt habe das kein Kurs der Welt uns auf das, was uns erwarten würde , vorbereiten könnte, habe ich das Thema HIV und AIDS mit eingeschlossen. Ich habe mich meiner Meinung nach sehr umfangreich mit der Krankheit befasst, doch die Praxis unterschied sich dennoch stark von der Theorie. Ich hatte hier nun fast 25 Kinder und Babys vor mir, welche ALLE ohne Ausnahme von dieser Krankheit betroffen waren, einige waren bereits sichtbar davon gekennzeichnet. Diese Erkenntnis war ein wahrer Schock, vor allem als mir klar wurde, dass wenn die Kinder krank waren, die Eltern das Virus ebenfalls in sich trugen und dass die Eltern ihre Kinder mit großer Wahrscheinlichkeit nicht aufwachsen sehen werden.
Wie muss man sich die Kinder also vorstellen? Bettlägrig? Nur mit Mundschutz und Handschuhen anfassen wegen Ansteckungsgefahr??
Ganz und gar nicht. Im Grunde kann man sagen, waren es meist sehr lebhafte und neugierige Kinder, laut und frech und sehr sehr lieb. Der einzige Unterschied war die Tatsache, dass sie viele Medikamente schlucken mussten, regelmäßig eine laufende Nase hatten(ist eine Art Begleiterscheinung, eine Art chronischer Husten ist ebenfalls typisch bei AIDS) und in regelmäßigen Abständen zu Check ups ins Krankenhaus gebracht wurden.

Unterwegs ins Krankenhaus zum monatlichen Check up.

 

Was war also meine Aufgabe dort? 

Mein Arbeitstag begann um 7 Uhr morgens, meine erste Aufgabe war das Vorbereiten der Milchflaschen, da für jedes Baby bzw. Kleinkind 6 Flaschen gebraucht wurden, waren es insgesamt meist an die 70 Flaschen Milch, welche da vorbereitet werden mussten. Die Milch wurde je nach körperlicher Verfassung des Kindes dosiert, sie diente als Vitamin- und Mineralienspender. Natürlich hatte jede Milch ihren besonderen Geschmack, da gab es welche mit Erdbeergeschmack, Schokolade, Vanille usw. Das Wichtigste war, das es schmeckt.
Wenn ich gerade mal nicht damit beschäftigt war,  war das Füttern der Babys bzw. die Essensausgabe für die älteren Kinder angesagt. Zum Frühstück gab es immer dasselbe, das sogenannte „ Milipap“: Reisbrei, welcher hier mit Grießbrei vergleichbar ist, nur eine festere Konsistenz hat.
Nach dem Essen wurden die Schulkinder zum Zähneputzen begleitet, (stellt euch mal 15 zappelnde Kinder in einem Bad beim Zähneputzen vor= Stress), Haare gekämmt – das war oft mit Tränen verbunden, denn solche Haare zu kämmen ist oft schmerzhaft, vor allem bei den Jungs.
Nachdem die Schulkinder den Weg zur Schule angetreten hatten, waren die Kindergartenkinder an der Reihe, gleiche Prozedur, gleicher Kampf wie auch schon zuvor.

Um ca. 8 Uhr wurden die Kinder von der Kindergärtnerin abgeholt. Dies sah oft so aus, dass alle Kinder zusammen in einen Rollwagen gestellt wurden ( ein etwas größerer Bollerwagen) und dann von der Kindergärtnerin in Richtung Kindergarten geschoben wurden. 

 

Ein wichtiger Tagespunkt für die Kinder-der Nachmittagssnack-lecker!

Für mich war jetzt erst einmal spülen, Wäsche zusammenlegen und aufräumen angesagt.
Anschließend hatte ich Zeit für die Kleinsten, die Babys. Ich spielte mit ihnen, nahm sie auf den Arm oder ging ein wenig mit ihnen an die frische Luft.
Die Zeit bis mittags war schnell vergangen, da kamen auch schon die Kinder zum Essen zurück.
Essensausgabe und das Füttern der Kleinkinder und Babys war angesagt.
Anschließend wurden die Kinder allesamt zum Mittagsschlaf ins Bett gelegt.
Das war für mich die Zeit meiner wohlverdienten Pause.
Wir holten uns also unser Essen aus der Küche und genossen das doch etwas andere, aber auch sehr leckere Essen.
Nachmittags war nun endlich Zeit, um mit den Kindern zu spielen. Hier war unserer Fantasie keine Grenze gesetzt. Wir spielten Ball, tobten im Garten umher, ich brachte ihnen einige deutsche Kinderspiele bei, sie nahmen es mit Neugier, aber nicht immer mit Verständnis, auf und bauten es, nicht selten, einfach um, wie sie es eben gerade haben wollten.
Das Highlight aber war wenn wir den geschützten Bereich des Gartens verließen, um alle zusammen zum Spielplatz zu gehen. Karussell, Schaukel, Rutsche… nicht brauchte man mehr.

Neugierig geworden? Dann dürft ihr euch schon auf einen weiteren Beitrag über meine Zeit in Südafrika freuen, darin werde ich euch einige meiner Kinder etwas genauer vorstellen....

 

Bis bald,

eure Isabella

Kleine Geschenke von Gott

Written by Katharina on Montag, 07 Oktober 2013.

Gott überrascht immer wieder :)

„Gott überrascht immer!“, sagte Papst Franziskus (Osternacht 2013); und wie recht er damit hat! Dabei sind es nicht immer große und pompöse Geschehnisse, sondern oftmals kleine und unscheinbare Zeichen, die Gott an uns richtet. Von einem solchen Moment möchte ich euch berichten.

Eines Abends, während eines Urlaubs am Meer, bin ich am Strand entlang gefahren, als ich auf einen kleinen Platz mit einer weißen, marmornen Statue aufmerksam wurde. Ich kam näher, hielt an und staunte: vor mir stand eine Marienstatue umgeben von Unmengen duftender Rosen, Gladiolen, Chrysanthemen und anderer Blumen. Der Anblick überwältigte mich, obwohl ich nicht genau sagen kann, was genau mich so tief bewegt hat. Vielleicht das Unerwartete, plötzlich etwas Vertrautes zu sehen, oder die vielen Blumen, die von den zahlreichen Menschen zeugten, die mit ihren Nöten und Sorgen, aber auch Freunden und Danksagungen zur Gottesmutter gekommen sind, oder die andächtige Atmosphäre, die zu spüren war, oder schlicht die Gewissheit, dass Gott mir diesen Moment geschenkt hat. Ich weiß es nicht genau, aber ich kann mit Gewissheit sagen, dass dieser Platz vom ersten Erblicken etwas Besonderes gewesen ist, so dass ich ihn während meines Urlaubs noch mehrere Male aufgesucht habe. Dabei wurde ich jedes Mal von Neuem beim Anblick der vielen Blumen, der betenden Menschen und der Marienstatue im Zentrum all dessen berührt. Für andere mag es nichts Besonderes sein – lediglich ein Platz mit einer Figur der Gottesmutter. Aber für mich ist es ein Geschenk, das Gott mir persönlich gemacht hat. Gott überrascht mich häufig, meist nicht mit großen Dingen, sondern mit unscheinbaren Zeichen, die für mich persönlich etwas Besonderes sind. Und dafür danke ich Ihm.

"Du bist der König der Zeit"

Written by Dominik on Dienstag, 24 September 2013.

Eine Meditation über die Zeit

"Czas goni jak piasek w klepsydrze,
przechodzi jak przez ciasna bramę
Ma szansę przekroczyć nadzieje
A zdaje się wciąż zwykłym piaskiem
Przemija bez chwili wahania
Gromadząc godziny bezcenne
Nikogo nie słucha prócz Ciebie,
Tyś Królem czasu
BOGIEM WIECZNYM
 
Przemien mój czas w zaczyn Słowa Bożego
Przemien mój czas w sól Twojego instnienia
Przemien mój czas w złoto Twego majestatu
W światło Twego oblicza
 
A piasek obróci się w miłość
 
Oddaje poranne westchnienia,
sekundy pomiedzy krokami
Powierzam godziny zmagania,
minuty pomiedzy wierszami
Przemieniaj momenty zamyśleń
W przebłyski życiowej mądrości
I kieruj me stopy ku braciom
A ręce niech im błogosławią."
 
"Die Zeit rennt wie der Sand in der Sanduhr,
Wie durch ein enges Tor
Er hat die Chance die Hoffnung zu durchqueren
Und scheint doch wie gewöhnlicher Sand
Verläuft ohne einen Augenblick zu zögern
Und sammelt kostbare Stunden
Hört auf niemanden außer auf Dich
Du bist der König der Zeit
EWIGER GOTT
 
Verwandle meine Zeit in Gottes Wort
Verwandle meine Zeit in das Salz deiner Existenz
Verwandle meine Zeit in das Gold Deiner Herrlichkeit,
in das Licht Deines Angesichts
 
Und der Sand wird sich in Liebe verwandeln.
 
Ich gebe hin das Seufzen am morgen
Sekunden zwischen Schritten,
Ich gebe hin Stunden des Kampfes,
Minuten zwischen den Versen
Verwandle Momente des Denkens
In Blitze von Lebensweisheit
Und führe meine Füße zu Brüdern
Und meine Hände sollen sie Segnen."

 

 

Hier ist ein Songtext aus der neusten CD von New Life´m. Es ist eine wunderschöne Meditation über die Zeit. Sich den Inhalt dieses Textes mal genauer anschauen kann für uns in unserer hektischen Gesellschaft sehr hilfreich sein. Für uns Christen vergeht nicht die Zeit. Für uns erfüllt sie sich. Der Text zeigt es sehr schön. Es ist ein wunderbares Gebet: „Verwandle meine Zeit.....damit sie mir nicht einfach davonrennt. Möge sie in meinem Leben ERFÜLLT sein. Verwandle meine Zeit....und der Sand wird sich in Liebe Verwandeln“

Wie kann sich vergehende Zeit in Liebe verwandeln? In dem ich sie für Werke der Liebe nutze. Von der täglichen Eile ablasse und Ruhe kommen lasse. So wird meine Zeit erfüllt.

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